Presse

 


 Reinhard sieht Kreis-CSU unter Zugzwang

Politik: Ortsverband begrüßt Tempolimit
Nach dem Verlust des Landratsmandats sieht Jürgen Reinhard (CSU) seine Partei auf Kreisebene gefordert, politisch aktiver zu arbeiten und durch sachliche Debatten zu überzeugen. Das sagte der Bürgermeister und CSU-Kreistagsfraktionssprecher bei der CSU-Mitgliederversammlung des Ortsverbandes am Freitag.

Reinhard betonte, dass er gut mit dem Grünen-Landrat Jens Marco Scherf zusammenarbeiten könne. Von dessen Wahlkampfspruch »Gerechter soll es sein« sei aber nicht viel zu spüren. Bisher würden Anträge im Ergebnis überstimmt oder kurzfristig Sitzungsvorlagen abgeändert, um Debatten aus dem Weg zu gehen.
Beitrag zum Lärmschutz
Zum seit einigen Tagen gültigen Tempolimit 120 auf der B 469 erläuterte Reinhard, dass die Beschränkung notwendig sei, um schwere Unfälle zu vermeiden. Die Zuhörer pflichteten bei und ergänzten, dass ein Tempolimit auch ein Beitrag zum Lärmschutz sei. Für CSU-Ortsvorsitzenden Eugen Seitz war der Schlingerkurs der letzten Wochen nicht nachvollziehbar. Auch wenn ein Tempolimit manche Gemüter erhitze, müsse doch klare Kante gezeigt werden, wenn es um die Verkehrssicherheit gehe.
Zur geplanten Umfahrung in Sulzbach informierte Reinhard, dass nach dem Ergebnis einer Studie auf einer Nord-Süd-Achse lediglich eine Verkehrsentlastung von 45 Prozent eintreten würde, dafür aber parallel dazu neue Belastungen entstünden. Dieser Entlastungseffekt ist seiner Meinung nach zu gering, um Millionen Euro zu investieren und die Mainauen zu zerstören. Udo Bieber merkte an, dass Anwohner in Sulzbach im Planungsverfahren mehr gehört würden als Niedernberg generell. Der Niedernberger Gemeinderat müsse eine Nord-Süd-Trasse kategorisch ablehnen, um Gehör zu finden.
Neue Notunterkünfte
Reinhard teilte mit, dass das Landratsamt die Gemeinde aufgefordert habe, mögliche Notunterkünfte für Asylbewerber zu melden. Man habe Hallen und Stellflächen genannt. Zur Ortsentwicklung erläuterten Reinhard, Seitz und Bieber, dass die Kreuzung »Linde« neu gestaltet werde und man über ein Parkkonzept nachdenken müsse. Auf folgende Termine wurde hingewiesen: 28. November: CSU-Pflegekongress mit Staatsministerin Melanie Huml; 30. November: Jahresabschluss; 27. Dezember: Sternwanderung nach Sulzbach; 11. Januar: CSU-Café; 18. Januar: CSU Kreis-Neujahrsempfang. 

Main Echo 19.11.2024 Redaktion


Umgehung Sulzbach: Niedernberger werden gehört

Landrat auf Gemeindetour: Jens Marco Scherf hält aktuelle Debatte für verfrüht - Vereine klagen über Gema, Bürger über Ärztemangel

Niedernberg 
Als zweite Station seiner Antrittsbesuche in den Gemeinden des Landkreises hat sich Landrat Jens Marco Scherf am Mittwoch Niedernberg ausgesucht. Nach einer Ortsrundfahrt im Planwagen mit Bürgermeister Jürgen Reinhard stand im Gasthaus »Zur Gemütlichkeit« ein Treffen mit Vertretern aus Politik, Schule, Pflege, Gesundheit und Vereinen auf der Tagesordnung. 

Einleitend hob Scherf die gute Zusammenarbeit von Landkreis und Gemeinde hervor, die man erst jüngst praktiziert habe, als es um die Sicherheit auf der B 469 gegangen sei. Der Landrat versuchte, den Niedernbergern die Furcht nehmen, dass sie beim Bau der Umgehung von Sulzbach nicht gehört würden. Das Verfahren werde seinen geregelten Gang gehen, sagte er. Bevor jedoch das Staatliche Bauamt nicht die Varianten offiziell vorgestellt habe, brauche man nicht zu diskutieren.
Warten auf Verkehrsgutachten
Entscheidend werden laut Scherf die Ergebnisse des Verkehrsgutachtens und der Verkehrssimulation sein. Anhand dieser Fakten werde der Freistaat Bayern entscheiden, ob eine Umgehung überhaupt notwendig sei. Im Falle des Baus hätten alle betroffenen Nachbargemeinden im Rahmen der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange, Gelegenheit, ihre Bedenken äußern.
Vertreter mehrerer Vereine baten den Landrat, etwas in Sachen Gema zu unternehmen. Es sei kaum noch möglich, Feste zu veranstalten, da die Forderungen der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte viel zu hoch seien. »Die Gema kann kein Mensch mehr bezahlen«, klagte ein Vereinsvertreter. Scherf sagte zu, den Bayerischen Gemeindetag einzuschalten.
Thematisiert wurde von einer Bürgerin das Image der Pflegeberufe. Scherf sagte, der Landkreis bezahle seine Kräfte in den Pflegeeinrichtungen nach Tarif, und davon könne man entgegen der landläufigen Meinung gut leben. »Wir müssen soziale Berufe positiv vermitteln«, sagte Scherf.
Ein Arzt stellte fest, dass es für Kranke schwer sei, nach 18 Uhr einen Arzt zu bekommen. Er regte an, einen ehrenamtlichen Fahrdienst zu organisieren, der Hilfesuchende zum Arzt bringt. Landrat Scherf informierte, dass er in einem Gespräch mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) auf eine andere Berechnung der Arztstellen im Landkreis pochen werde. In dem bereits terminierten Gespräch wolle man klarmachen, dass die von der KV angeführte ärztliche Überversorgung nicht mit der gefühlten Realität übereinstimmt. Ziel sei es, im Landkreis Miltenberg eine dauerhafte Gesundheitskonferenz einzurichten.
Eine Bürgerin gab dem Landrat die Bitte mit auf den Heimweg, der Landkreis möge darauf achten, alle öffentlichen Bereiche barrierefrei zu gestalten. Schon kleinste Unebenheiten bereiteten Rollstuhlfahrern und den Nutzern von Rollatoren Probleme, sagte sie.
Der Landkreis arbeite daran, diese Barrierefreiheit in seinen Einrichtungen sicherzustellen, sagte Scherf, es sei aber auch wichtig, die privaten Bauherren für dieses Thema zu sensibilisieren, damit diese ihren Architekten entsprechende Vorgaben machen. 

Main Echo 1.9..2014 Redaktion


CSU unterstützt Bürgerinitiative in Niedernberg

Politik: Ortsverband ist gegen Nord-Süd-UmgehungNiedernberg 
Die Niedernberger CSU unterstützt die Bürgerinitiative gegen die Nord-Süd-Umgehung Sulzbach. Wie der Ortsverband mitteilt, waren sich Burkard Schwarz von der Bürgerinitiative sowie CSU-Ortsvorsitzender Eugen Seitz nach einem intensiven Austausch einig, dass Niedernberg die im Raum stehende Variante der Der Sulzbacher Gemeinderat hat sich in der Vergangenheit auf eine Streckenführung entlang des Ostufers des Mains festgelegt. Ohne die noch ausstehende Verkehrsprognose durch das Straßenbauamt abzuwarten, werde in Sulzbach an dieser Variante quasi alternativlos festgehalten, heißt es weiter. Fragen der Lärmbelastung der Gemeinden, die unklare Hochwasserentwicklung und die drohende Zerstörung eines wertvollen Naturgebietes seien aber nicht geklärt.
Lärm und Hochwasser
Neben der zu erwartenden steigenden Lärmbelastung für beide Gemeinden, wurden sowohl von Reiner Mächt als auch von Wilhelm Bormuth die Gefahren durch das zu erwartende steigende Hochwasser betont. Durch die wegfallende natürliche Ablauffläche würden neben den bisher betroffenen flussnahen Straßen auch Gebiete überschwemmt, die bisher noch nie mit Hochwasser konfrontiert wurden. Zur Abschätzung des Risikos forderte CSU-Gemeinderätin Luise Faruga vor der weiteren Planung eine zuverlässige Neuberechnung der Jahrhundert-Hochwasser-Linie.
Für weiteres Unverständnis sorgte die Tatsache, dass in Obernau viel Geld zur Schaffung von Mainauen ausgegeben wird und gleichzeitig in Niedernberg beziehungsweise Sulzbach ein Naturgebiet, welches seltene Vögel, Biber und weitere Wildtiere beheimatet, zerstört werden soll. CSU-Ortsverband und die Fraktion im Gemeinderat sagten der Bürgerinitiative für die weitere Arbeit ihre volle Unterstützung zu. 

Main Echo 6.8.2014, red


Gemeinsam gegen Naturzerstörung 

Mainaue Sulzbach: Mit Sternmarsch protestieren Bürgerinitiativen und Umweltschützer gegen Umfahrung am Fluss - Scherf und Reinhard in einem Boot
Eine zwölf Meter breite Schnellstraße mitten durchs Naturschutzgebiet Mainaue? Um das zu verhindern, machen Naturschützer und Mitglieder dreier Bürgerinitiativen (BI) aus Sulzbach, Niedernberg und Obernau gegen die geplante Nord-Süd-Umgehung Sulzbachs westlich der Bahnlinie mobil. Der Sternmarsch am Sonntag entlang der Trasse mit abschließender Kundgebung soll nur der Anfang der Proteste sein. 

Der Verkehr auf der Ortsdurchfahrt (Staatsstraße 2309) belastet die Sulzbacher seit Jahrzehnten. Die Problematik ist auch den rund 300 Teilnehmern des Sternmarschs bewusst, wie aus den Reden hervorging. Dass aber eine Nord-Süd-Umgehung durchs Naturschutzgebiet die Lösung bringen soll, stößt auf Unverständnis; ebenso, dass sie der Gemeinderat in nicht öffentlicher Sitzung befürwortet und das lange geheim gehalten hat.
Alexander Hess von der BI Lebenswertes Sulzbach hört immer wieder: »Diese Straße kommt sowieso nicht.« Ein Irrglaube, mahnte er. Sie stehe mit Dringlichkeitsstufe 1 im Staatsstraßen-Ausbauplan, bis 2020 sei ein Budget von 17,6 Millionen Euro sichergestellt, das Staatliche Bauamt habe Planungsauftrag. Die Entlastung des Ortskerns läge aber nur bei etwa einem Drittel des Verkehrsaufkommens. Hess: »5000 Fahrzeuge pro Tag würden ausgelagert, 10 000 verbleiben.« Die Schnellstraße würde zusätzlich Verkehr anziehen - Hess vermutet, dass rechtsmainisch in den Aschaffenburger Raum eine neue Verkehrsachse geschaffen werden soll.
Diese Befürchtung teilt Landrat Jens Marco Scherf nicht. Nach seiner Kenntnis werde alles daran gesetzt, möglichst viel Verkehr auf die B 469 zu bringen; die neue Brücke südlich von Kleinwallstadt werde dazu beitragen. Die schwierige Interessenabwägung bei der Umgehung Sulzbach sollte »absolut offen geführt werden«; Aspekte des Trinkwasser-, Hochwasser-, Lärm- und Naturschutzes müssten einfließen. Das gezeigte Engagement der Bürger begrüßte er als »gelebte Demokratie«, hütete sich aber davor, sich von ihnen ins Boot holen zu lassen.
Das bestieg der Landrat nur mit dem Niedernberger Bürgermeister Jürgen Reinhard: Gemeinsam ruderten die Beiden publikumswirksam über den Main zum Fähranleger auf Sulzbacher Seite. Dort befanden sie sich aber auf Niedernberger Gemarkung, wie Reinhard betonte: »Bei einem Eingriff auf unserem Gemeindegebiet haben wir mitzureden.« Niedernberg müsse beim Bau der geplanten Straße Lärmbelastung und erhöhte Hochwassergefahr befürchten. Derzeit würden Pro- und Kontra-Argumente gesammelt.
Auch Reinhard ist dafür, mit dem brisanten Thema offen umzugehen. Für den 31. Juli sei eine gemeinsame Sitzung der Sulzbacher und Niedernberger Räte mit dem Leiter des Staatlichen Bauamts Norbert Biller vorgesehen. Ob sie öffentlich ist, stehe noch nicht fest, »das hängt von Sulzbach ab.«
Von Jutta Sauer moderiert, trug Rainer Mächt von der BI Niedernberg Argumente gegen die Schnellstraße vor; Horst Künstner von der BI Lärmschutz Obernau warnte, dass Versprechen, die bei großen Bauprojekten vorab gegeben würden, längst nicht immer eingehalten werden. Matthias Staab und Winfried Korn vom Bund Naturschutz zählten auf, welche seltenen Tierarten der Mainaue bei einem Straßenbau gefährdet würden. Frank Sommer (Aschaffenburg), Ex-Pressesprecher der Bundes-SPD, meinte, Politiker und Behördenvertreter hätten keine Blanko-Schecks zum Handeln: »Das Volk ist der Souverän. Mischen Sie sich ein in die Entscheidungsprozesse«, forderte er die Versammelten auf. Die sind dazu entschlossen und legen derzeit Unterschriftenlisten aus. Barbara Schmidt

Main Echo 1. Juli 2014 Barbara Schmitt 

siehe: Aktuell, facebook


Niedernberger gegen Trasse in den Mainauen

Umfahrung Sulzbach: Bürgerinitiative befürchtet zusätzlichen Straßenlärm und steigende Hochwasserpegel
Bürgerinitiative befürchtet zusätzlichen Straßenlärm Sorgenvoll blicken Burkard Schwarz (59) und Reiner Mächt (50) auf das gegenüberliegende Mainufer. Die beiden Sprecher einer noch jungen Niedernberger Bürgerinitiative befürchten neuen Verkehrslärm und höhere Hochwasserpegel, sollte am Sulzbacher Mainufer die Nord-Süd-Trasse für eine Umfahrung der Marktgemeinde realisiert werden.

Ein Team von zwölf Personen organisiert derzeit für die Initiative »Niedernberg gegen Nord-Süd-Umgehung Sulzbach« den Widerstand gegen die Trassenpläne. Rund 500 Bürger sollen derzeit die Bedenken von Schwarz und Mächt teilen. Und im Gegensatz zur anderen Mainseite, wo die Initiative »Lebenswertes Sulzbach« einen einsamen Kampf gegen Nord-Süd führt, ist man sich links des Mains einig: Die Gemeinde Niedernberg mit Bürgermeister Jürgen Reinhard an der Spitze und alle politischen Parteien des Gemeinderats teilen die kritische Sicht der Initiative. Das wurde schon vor der Kommunalwahl deutlich, als alle sich in ihren Wahlprogrammen unisono gegen die Sulzbacher Nord-Süd-Pläne aussprachen.
Der Widerstand aus Niedernberg beflügelt die Sulzbacher Bürgerinitiative. Wie deren Sprecher Alexander Hess glauben Schwarz und Mächt, dass die Nord-Süd-Umfahrung nicht auf eine möglichst effektive Entlastung Sulzbachs abzielt. »Es geht hier«, so Schwarz, »um eine wirksame Ausfallstraße für Aschaffenburg«, die den Verkehr über die Umfahrung Obernaus abzuleiten und damit auch die vom Verkehr verstopfte Staatsstraße 3115 bei Nilkheim zu entlasten habe. Wie alle neuen Straßen werde eine Nord-Süd-Umfahrung zusätzlichen Verkehr anziehen. Schwarz und Mächt erwarten deshalb für viele Niedernberger zusätzliche Lärmbelastungen.
Schon jetzt führt das Duo eine Reihe von Lärmquellen auf, die die Lebensqualität im Ort beeinträchtigten: Verkehr auf der B 469 und der nahen Mainbrücke, die gewachsene Zahl an Flugbewegungen, Binnenschifffahrt und Westfrankenbahn. Mächt zeigt Verständnis für Anwohner der Sulzbacher Hauptstraße, die seit Langem eine Entlastung fordern, verurteilt aber den Mehrheitsbeschluss des Rates in der Nachbargemeinde: »Nur weil man verzweifelt eine Entlastung sucht, eine Lösung mit geringfügigem Effekt zu akzeptieren - das kann es nicht sein.«
Neben dem Lärm sieht die Initiative ein zweites Problem auf Niedernberg zurollen. Bei starken Hochwassern breitet sich der Main bis zur Hauptstraße aus, stehen schon jetzt Keller unter Wasser. Läuft die Umgehung im Überschwemmungsgebiet, würden der Auenwald weichen müssen und dringend benötigte Retentionsflächen verloren gehen. Die Niedernberger, so Mächt, wären höheren Hochwasserpegeln ausgesetzt.
Bauamt: Nur eine Variante
Brisanter Aspekt: Auf einer Länge von rund 200 Metern verläuft die Sulzbacher Trasse auf Niedernberger Gemarkung. Die Initiative blickt nun gespannt einer gemeinsamen Sitzung der Gemeinderäte Sulzbach und Niedernberg am 31. Juli entgegen. Bis dahin wollen Schwarz und Mächt weitere Unterschriften gegen die Nord-Süd-Umfahrung gesammelt haben.
Mit einer Stellungnahme zu der neuen Entwicklung hält sich das Staatliche Bauamt Aschaffenburg im Augenblick zurück. Nach Verkehrszählungen in Sulzbach im Mai will man Ende September/Anfang Oktober über Pro und Kontra verschiedener Trassen informieren. Nord-Süd, betont Michael Jung, im Bauamt für den Straßenbau im Kreis Miltenberg zuständig, sei »nur eine Variante«.

Main Echo, 1. Juli 2014 Manfred Weiß 


Duftig, schattig und harmonisch 

Ausstellung: »Kunst im Park« im Schlosspark der Sailaufer Weyberhöfe zieht über Feiertage gut 5000 Besucher an 

Sailauf 

»Freunde, das Leben ist lebenswert«, schmettert Tenor Alexander Herzog auf der Schlossparkterrasse der Sailaufer Weyberhöfe. Der Franke unter den Zwölf Tenören eröffnet zusammen mit dem aus Aschaffenburg stammenden CSU-Politiker und Ex-Staatsminister Thomas Goppel die zehnte Ausstellung »Kunst im Park«, zu der an den Pfingstfeiertagen mindestens 5000 Besucher strömen.  

Hintergrund: Das Hej-Männsche 

Das Hej-Männsche, eine Sagengestalt der Niedernberger Heimatgeschichte, hat der 84-jährige pensionierte Landschaftsarchitekt Paul Seitz aus Bad Kreuznach in Stein gehauen. Bei der Ausstellung in Sailauf enthüllte Schirmherr und CSU-Landespolitiker Thomas Goppel im Beisein des dritten Bürgermeisters von Niedernberg Volker Goebel die Skulptur, die demnächst an der Grenze zwischen Niedernberg und Großostheim aufgestellt werden soll.
Der gutwillige Waldgeist Hej-Männsche spukt der Sage nach in der Mark Orlis, dem bewaldeten Hügelland des nördlichen Odenwalds, seit dem 30-jährigen Krieg. Denn damals sollen unbekannte Gesetzesbrecher einen Grenzstein zwischen Niedernberg und Pflaumheim entfernt haben, mit der Folge von Grenzstreitereien bis hinein in die Neuzeit. Der verschwundene Stein wurde nie gefunden. Doch berichteten Dorfbewohner immer wieder von Besuchen des Hej-Männsche in Ställen und Scheunen, vor allem in hellen Winternächten. Es soll einen Stein mit sich geschleppt oder sich darauf ausgeruht haben, mit der Bitte: »Sorgt endlich dafür, dass er wieder an seinen rechtmäßigen Standort gesetzt wird!« Erst dann werde er Frieden finden, so der Kobold, und in die Dörfer nachbarliche Eintracht einkehren.

Main Echo 7. Juni 2014 (Melanie Pollinger

 siehe: Aktuell 


Klement und Goebel vertreten Bürgermeister

Gemeinderat: Konstituierende Sitzung in Niedernberg

Niedernberg
In der konstituierenden Sitzung wählte der neue Gemeinderat Jürgen Klement wieder zum 2. Bürgermeister, Volker Goebel übernimmt weiterhin das Amt des 3. Bürgermeisters. Fünf neue Gemeinderatsmitglieder leisteten ihren Amtseid.

Anja Bormuth (IMUN), Niko Grundhöfer (CSU), Julia Hans (SPD), Thomas Linke (CSU) und Peter Reinhard (FW) sprachen als neue Ratsmitglieder die Eidesformel. Als Gruppierungssprecher fungieren künftig Uwe Bieber (CSU), Josef Scheuring (SPD), Jürgen Klement (FW) und Siegmar Buhler (IMUN). Stellvertretende Sprecher sind Luise Faruga (CSU), Alexander Wenzel (SPD), Peter Reinhard (FW) und Anja Bormuth (IMUN).
Udo Bieber (CSU), Volker Goebel (CSU), Eugen Seitz (CSU), Niko Grundhöfer (CSU), Rudi Hartlaub (FW), Peter Reinhard (FW), Kurt Höhn-Schüßler (SPD), Alexander Wenzel (SPD) und Siegmar Buhler (IMUN) wurden in den Bau- und Umweltausschuss bestellt. Die Stellvertretung übernehmen Karin Weiler (CSU), Luise Faruga (CSU), Thomas Linke (CSU) Jürgen Klement (FW), Julia Hans (FW), Josef Scheuring (SPD) und Anja Bormuth (IMUN). Den Vorsitz hat Bürgermeister Jürgen Reinhard (CSU).
Volker Goebel (CSU), Karin Weiler (CSU), Luise Faruga (CSU), Thomas Linke (CSU), Jürgen Klement (FW), Julia Hans (FW), Josef Scheuring (SPD), Kurt Höhn-Schüßler (SPD) und Siegmar Buhler (IMUN) bilden den Haupt- und Finanzausschuss mit Udo Bieber (CSU), Eugen Seitz (CSU), Niko Grundhöfer (CSU), Peter Reinhard (FW), Rudi Hartlaub (FW), Alexander Wenzel (SPD) und Anja Bormuth (IMUN) als Stellvertretern.
Im Schulverband Kardinal-Döpfner-Volksschule Großwallstadt/Niedernberg wird die Gemeinde Niedernberg zukünftig von Volker Goebel (CSU) und Alexander Wenzel (SPD) als Stellvertreter vertreten.
Der Rechnungsprüfungsausschuss setzt sich aus Luise Faruga (CSU), Niko Grundhöfer (CSU), Julia Hans (FW), Kurt Höhn-Schüßler (SPD) und Siegmar Buhler (IMUN) zusammen und wird von Luise Faruga als Vorsitzender geführt.

Main Echo o8.05.2014 Ralf Hettler 


 Räte in Niedernberg verabschiedet

Niedernberg 
Am Dienstag verabschiedete die Gemeinde Niedernberg altgediente Ratsmitglieder, die nicht mehr dem neu gewählten Gremium angehören. 

Bürgermeister Jürgen Reinhard (von links) dankte den ausscheidenden Gemeinderäten Johannes Nilles (2000 bis 2014), Manfred Sickenberger (2002 bis 2014), Albert Englert (2008 bis 2014), Alexander Hans (1990 bis 2014) und Edgar Seitz (1996 bis 2014). Alexander Hans und Josef Scheuring (rechts) verlieh der Bürgermeister das Ehrenzeichen für herausragende Verdienste um die Gemeinde, sowie Kurt Höhn-Schüßler (Zweiter von rechts) und Edgar Seitz das Ehrenzeichen für besondere Verdienste um die Gemeinde.
Main Echo 1. Mai 2014 Ralf Hettler 


  Für bessere Lebensqualität in Niedernberg

CSU: Ratskandidaten formulieren Wahlprogramm

Niedernberg Die CSU-Kandidaten für den Gemeinderat haben ihr Wahlprogramm erstellt und Anregungen aus der Bevölkerung eingearbeitet. Klares Ziel sei es, die Lebensqualität in und für Niedernberg zu steigern, so Geschäftsführer Udo Bieber.

Positiv bewertet wurde bereits Erreichtes, wie das Erweitern des Angebots in der Kinderbetreuung, die Möglichkeit der Pflege im Seniorenheim Santa Isabella und die Sicherung von Arbeitsplätzen durch neue Gewerbeflächen und Ansiedlung von Betrieben. Auch die kommunalen Pflichtaufgaben wie Straßen-, Kanal- und Wasserleitungssanierungen seien kontinuierlich umgesetzt worden.
Altort stärken und entwickeln
Den stetig gesunkenen Schuldenstand trotz hoher Investitionen wertete Bieber als beste Basis für eine weiterhin zukunftsorientierte Gemeindeentwicklung. Richtiger Schritt zur Stärkung des Altorts sei der begonnene Umbau des Rathauses, zahlreiche leer stehende Häuser im Ortskern deuteten jedoch auf städtebauliche Entwicklungspotenziale hin, die angegangen werden sollen. Auch die ehemalige Fähranlegestelle am Main zu gestalten, sei wünschenswert.
Handlungsbedarf sehen die Kandidaten in der Verkehrs- und Parksituation vor allem am Flügelcenter. Birgit Roth hält dort eine Querungshilfe für Fußgänger und Radfahrer sowie mehr Parkmöglichkeiten für nötig. Angesichts der Verkehrsbelastung in Spitzenzeiten an den Kreiseln der Kreisstraße fordert Udo Bieber, die Mainbrücke direkt an die B 469 anzubinden.
Arbeitsplätze und Wohngebiete
In der Diskussion um Lärmreduzierung und -vermeidung sprachen sich Uwe Steigerwald und Wolfgang Fecher klar gegen eine Nord-Süd-Umgehung von Sulzbach aus. Vor einer Entscheidungen müssten klare Fakten und Zahlen vorliegen. Welche Variante auch immer umgesetzt werde, es müsse sichergestellt sein, dass mehr Lärm und Hochwassergefahr für Niedernberg ausgeschlossen sind. Um die Lebensqualität zu steigern, sprechen sich die CSU-Kandidaten in ihrem Wahlprogramm auch für ortsnahe Arbeitsplätze, bedarfsgerechte Ausweisung von Wohngebieten und Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs und der Breitbandversorgung aus.
Im Zuge der anstehenden Friedhofsumgestaltung regte Luise Faruga neue Bestattungsformen wie Baumgräber und einen Waldfriedhof an. Thomas Uhl sieht einen weiteren Schwerpunkt in der Aufwertung von Wald und Flur im Interesse von Mensch und Tier gleichermaßen. Ein engagiertes Vereinsleben zu unterstützen, um das Wir-Gefühl im Ort zu stärken, liegt Volker Goebel am Herzen. 

Main Echo 23.01.2014 Ralf Hettler


CSU-Kandidaten stellen sich vor 

Niedernberg Beim CSU-Café am Sonntag, 26. Januar, im Restaurant Zur Gemütlichkeit stellen sich die Niedernberger Kandidaten für Gemeinderat und Kreistag sowie Michael Berninger (Erlenbach) als CSU-Bewerber für das Amt des Landrates vor. Die Veranstaltung beginnt um 14.30 Uhr. Ab 15 Uhr können die Kandidaten zu politischen Themen befragt werden. 
22.1.2014 Main Echo / Redaktion

Konstruktive Zusammenarbeit fortsetzen

CSU: Niedernberger stellen Gemeinderatskandidaten auf

Niedernberg Auf ihrer Nominierungsversammlung hat die Niedernberger CSU ihr Gemeinderatskandidaten für die kommende Kommunalwahl aufgestellt. 40 Mitglieder nahmen an der Aufstellungsversammlung unter der Leitung des Vorsitzenden Eugen Seitz teil. Fraktionsvorsitzender Johannes Nilles gab einen Rückblick über die geleistete Arbeit der vergangenen sechs Jahre. 

Dabei hob Nilles hervor, dass es Niedernberg gut tut, wenn im Gemeinderat konstruktiv zusammengearbeitet werde. Johannes Nilles und Manfred Sickenberger ließen sich nicht mehr zur Wahl aufstellen.
Im Dezember werden die Kandidaten im Rahmen eines Klausurwochenendes Themen definieren und zu einem Wahlprogramm ausarbeiten, das in den kommenden Jahren umgesetzt werden soll..  

CSU Niedernberg : Die Gemeinderatskandidaten 

 Udo Bieber (46, Diplomingenieur), Volker Goebel (60, Lehrer und Konrektor), Eugen Seitz (49, Diplomingenieur), Karin Weiler (55, kaufmännische Angestellte), Luise Faruga (52, kaufmännische Angestellte), Birgit Roth (48, kaufmännische Angestellte), Thomas Linke (41, Arzt), Wolfgang Fecher (45, Unternehmer), Uwe Steigerwald (51, Unternehmer), Thomas Dominik (47, KFZ-Meister), Niko Grundhöfer (33, Arzt), Thomas Uhl (34, Regierungsrat und Jurist), Jürgen Heimbach (44, Umweltschutztechniker), Gerhard Hahner (56, Polizist), Michael Lochner (52, Architekt), Edeltraud Fecher (60, Krankenschwester).

Ersatzkandidaten: Jürgen Dreier (59, Geschäftsführer) und Achim Reinhard (45, Bankangestellter).

Main Echo 28.11.2013 Ralf Hettler 


Hausgemeinschaft mit Hotelcharakter

Senioren: Pflegeeinrichtung Santa Isabella in Niedernberg eröffnet - 90 Mitarbeiter kümmern sich um 85 Plätze - Politik lobt modernes Wohnkonzept

Niedernberg »Sie werden das Leben in seiner ganzen Fülle hier hereinholen«, prognostizierte Jürgen Reinhard. »Es ist ein völlig neues Konzept, das eine hohe Lebensqualität in den Mittelpunkt stellt«, lobte der Niedernberger Bürgermeister am Samstagvormittag bei der Einweihung der neuen Pflegeeinrichtung Santa Isabella in der Pfarrer-Seubert-Straße. An diesem Tag informierten sich Ehrengäste im Hauptgebäude der Einrichtung.

Ebenfalls standen die Türen der interessierten Bevölkerung offen.

Claudius Schrenk, Geschäftsführer der Einrichtung, und Heimleiterin Andrea Hinz hießen die Gäste willkommen. In einer kurzen Einführung schilderte Schrenk die Besonderheit des Wohn- und Pflegekonzeptes, das sich, wie er sagte, an den Erkenntnissen der »fünften Generation Pflegeheimbau« orientiert. »Wir sind einen neuen Weg gegangen, aber nicht einen teuren Weg«, sagte er und versicherte, dass die Kosten nicht höher sind als in anderen Pflegeeinrichtungen des Landkreises.
Eigener Bereich für Bewohner
Was das Besondere ausmacht: Die Qualitätsstandards sind auf einem hohen Niveau angesiedelt. Es gibt ausschließlich Einzelzimmer mit hochwertiger Ausstattung. Das Ambiente mit mediterranem Flair ähnelt mehr einem Vier-Sterne-Hotel als einem Pflegeheim. Die Pflege geschieht laut Schrenk im Hintergrund und orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen der Bewohner und nicht an diktierten und festen Strukturen. Wer in diesem Haus lebt, hat einen eigenen Bereich, in den er sich zurückziehen kann.
Die Besucher der Eröffnungsfeier überzeugten sich, dass die vom Gesetzgeber geforderte technische Ausstattung - zum Beispiel der Notruf - so dezent in die Räume integriert ist, dass kein Klinikcharakter entsteht. Für pflegebedürftige Menschen von 18 bis 65 Jahren wurden im Obergeschoss Voraussetzungen für eine Hausgemeinschaft geschaffen, die sich konzeptionell und in der Ausstattung an der jüngeren Generation orientiert und laut Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel einmalig in ganz Unterfranken ist. »Der 450 Quadratmeter große Dachgarten ist der Hammer«, pries Schrenk. Er ist - wie die Außenanlage - noch nicht ganz fertig gestellt, wurde jedoch am Samstag von vielen Besuchern bewundert.
»Die bunten Steine des Lebens«, so ist das Leitbild der Einrichtung, die nicht nur 85 Wohnplätze bietet, sondern auch 90 Mitarbeitern einen Arbeitsplatz. Die machten am Samstag ihrem Arbeitgeber ein besonderes Geschenk. Sie überreichten nicht nur eine leckere Torte und Blumen, sondern erfüllten die Räume mit fetzigem Sound. Dafür sorgte Jörg Deboy, der als Pflegefachkraft in Santa Isabella arbeitet und auf seiner Mundharmonika einen mitreißenden Blues blies.
Breite Mehrheit in Bevölkerung
Nach dem kirchlichen Segen durch Diakon Erhard Lang aus Großwallstadt hatten die Ehrengäste Gelegenheit, einige Grußworte zu sprechen. Reinhard nutzte die Gelegenheit für einen Rückblick in die Planungsphase, die bereits vor neun Jahren eingeleitet wurde. Umgesetzt worden sei ein von einer sehr breiten Mehrheit der Niedernberger Bevölkerung getragenes Projekt, das für die Gemeinde einen Standortvorteil darstelle und das Leben im Alter noch ein Stück lebenswerter mache. «Wir standen zwei Mal kurz vor dem Projektende", erinnerte der Bürgermeister und dankte dem Lahrer Architekten Jürgen Braun, der als Investor und kreativer Kopf maßgeblich zur Realisierung beigetragen hatte. Voll des Lobes zeigten sich Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel, Bundestagsabgeordneter Wolfgang Zöller, Landtagsabgeordneter Berthold Rüth und Landrat Roland Schwing, der in Personalunion als Vorsitzender der Stiftung Altenhilfe die für ein neues Projekt übliche finanzielle Zuwendung überreichte.

 

Main Echo 8. September 2013 Ruth Weitz
Weitere Informationen unter Tel. 0 60 28 / 40 64 60 oder im Internet unterwww.santa-isabella.de

Hintergrund: Santa Isabella in Niedernberg 

Ein hohes Maß an Selbstständigkeit und Selbstbestimmung zu erhalten und in dasgemeindliche Leben Niedernbergs zu integrieren, steht hinter dem Wohn- und Pflegekonzept von Santa Isabella. Im Hauptgebäude befinden sich 58 Pflegeplätzein fünf kleinen, überschaubaren Hausgemeinschaften mit jeweils eigenem Wohn- und Esszimmer als Gemeinschaftsraum. Einzelzimmer mit eigenem Duschbad, mediterranes Ambiente, eigene Türklingeln und Briefkästen und eine überschaubare Strukturierung der Wege und Räume mit qualitativ hochwertiger und optisch ansprechender Ausstattung sowie ein modernes Pflegekonzept vermitteln hohe Lebensqualität. Die fünfte Hausgemeinschaft befindet sich im Dachgeschoss und wurde konzeptionell und in der Ausstattung eigens für junge, pflegebedürftige Menschen geschaffen. Eine gemütliche Lounge, ein auch für die Öffentlichkeit zugängliches Café, eine kubanische Bar und ein Dachgarten ergänzen die gemeinschaftlich genutzten Räumlichkeiten. Flankiert wird das Hauptgebäude von einem weiteren Haus mit 13 Wohnungen. Diese Wohnungen können vom Haupthaus aus vollstationär versorgt werden und sein insbesondere für Paare gedacht, wo ein Partner pflegebedürftig ist und der andere ihn pflegt.

Main Echo 8. September 2ß13 (Ruth Weitz


 Sonne, Strand und See-Idyll

Freizeit: Am Honisch Beach baden, am Mainuferweg spazieren und historischen Spuren im Ortskern folgen

Serie - Ein Sommerstag in (1): Niedernberg 

Der See glitzert in der Morgensonne. Winzigen Wellen reflektieren den blauen Himmel. Zwei Fahrräder stehen am Strand, ein paar Badetücher liegen auf der Wiese dahinter. Früh am Morgen ist am Honisch Beach noch wenig los, weshalb es der perfekte Ort ist, um einen Sommertag in Niedernberg zu beginnen. Frühaufsteher werden doppelt belohnt.

Nicht nur haben sie den See fast für sich, sie können mit Glück auch kostenlos an den Strand.
Am Honisch Beach müssen Besucher keinen Eintritt, sondern drei Euro pro Parkplatz bezahlen - aber erst, wenn dort jemand kassiert. Ein Idyll in Grün ist der Weg rund um den Badesee. Mehrere Menschen laufen hier mit ihren Hunden über schattige Pfade. Wer sportlich aufgelegt ist, kann es den Hundehaltern gleichtun, bevor er sich in die Fluten stürzt. Rund eine Stunde dauert es, den See gemütlich zu umrunden. Wer es in 40 Minuten schafft, hat sich die anschließende Abkühlung umso mehr verdient.
Sandburgen bauen
Am Honisch Beach können Touristen wandern, schwimmen, Volleyball spielen und relaxen. Kinder tollen auf dem Spielplatz herum oder bauen Sandburgen am Seeufer. Exklusiver, aber teurer ist der Strand des Niedernberger Seehotels nebenan. 20 Euro pro Person kostet ein Tag auf der Insel mit Beachclub - Liegen und Sonnenschirme inklusive.
Warum heißt der Honisch Beach eigentlich Honisch Beach? Diese Frage kann Albert Wagner beantworten, seit 1978 Heimatpfleger der Gemeinde. Mit Honig hat das Ganze nichts zu tun, klärt der 74-Jährige auf. »Hon isch« ist Dialekt und bedeutet »habe ich«. Niedernberger nennt man nicht nur Honischer, sondern auch Blechkatzen. Mit einer solchen hätten die Leute vor knapp 200 Jahren eine Mäuseplage beendet. Das Blechtier wurde mit Lumpen und Schwefel gefüllt ins Mauseloch gesteckt und angezündet.
Die Blecherne Katz’ heißt auch das Niedernberger Restaurant, das längst kein Geheimtipp mehr ist. Versteckt in einer Seitengasse liegt die umgebaute Scheune mit Garten und abwechslungsreicher Speisekarte. Da das Lokal über die Landesgrenze hinaus bekannt ist, empfiehlt es sich, zu reservieren.
Sachen wie diese erzählt Wagner, wenn er Menschen durch seine Heimatgemeinde führt. Auf Anfrage läuft er mit Gruppen den historischen Dorfrundweg, zeigt ihnen Spuren der Römerzeit und aus dem Mittelalter.
Den Rundweg können Touristen auch alleine laufen. Im Rathaus liegt ein Faltblatt aus, in dem alle Stationen beschrieben sind. Die Tafeln an den Sehenswürdigkeiten ergänzen das Kulturprogramm. Wer zu den Fakten zusätzlich Anekdoten eines gebürtigen Niedernbergers hören will, sollte Albert Wagner um eine Führung bitten.
Wo die Buben badeten
Seine Tour startet der Heimatpfleger am Wiegehäuschen, wo früher Fahrzeuge oder Tiere gewogen wurden. Er folgt dem historischen Dorfrundweg zum Generationenplatz und Geschichtsbrunnen, zur Dorfkapelle und zum Bubenbadeplatz.
Wo heute Enten und Schwäne schwimmen, planschten in den 50er Jahren die Niedernberger Buben. So auch Albert Wagner. Der Badeplatz der Mädchen war am anderen Ende des Ortes und für Jungs streng verboten. Nicht einmal vorbeilaufen durften die Buben. »Aber wir haben es trotzdem getan und Schläge vom Pfarrer kassiert«, erinnert sich Wagner an die gute alte Zeit.
Der Bubenbadeplatz ist ein schöner Ort für ein Picknick. Hier stehen Holztisch und Bänke im Schatten eines Baumes - mit Traumblick auf den Main inklusive. Den hat man auch ein paar Schritte weiter am runden Turm, wo es sich fast noch schöner picknicken lässt.
Albert Wagners Führung geht jedoch weiter den Main entlang, dann zurück in den Ort, wo ein Fachwerkhaus nach dem anderem steht. In der Gasse hinter dem Rathaus steht das so genannte Hexenhäuschen, daneben ist die Blecherne Katz.
In einem der Innenhöfe bietet ein Niedernberger Boule und Wein an. Vielleicht ein netter Abschluss des Sommertags im Honischland: Eine Partie Boule bei einem Glas Frankenwein.

Main Echo 1. August 2013 Nicole Koller

 


Rentner halten Niedernberg in Schuss

Engagement: - Ein Projekt ist der Generationenplatz

Senioren arbeiten seit 15 Jahren als ehrenamtliche Dorfverschönerer Die Sonne brennt fast senkrecht vom Himmel, doch Berthold Lochner denkt nicht daran, die Kelle aus der Hand zu legen. Der 80-Jährige bestreicht Sandstein nach Sandstein mit Mörtel. Er baut eine neue Mauer für den Generationenplatz. Dabei ist der gelernte Steinmetz und Maurermeister längst im Ruhestand. Die Arbeit im Niedernberger Ortskern macht er zum Spaß.

eden Dienstag werkelt er zusammen mit der Rentnerband, wie sich die 14 Männer zwischen 65 und 82 Jahren nennen.
Seit 1998 verschönern Senioren wie Lochner ihre Heimatgemeinde. Angefangen hat das Ganze mit Herbert Hartlaub. Besser gesagt: mit seiner Frau. Die überzeugte ihren Gatten vor 16 Jahren, den Mainuferweg auf Vordermann zu bringen. Der damals 58-Jährige hatte sich gerade aus der Berufsfeuerwehr in den Ruhestand verabschiedet. Genug Zeit also, um den Weg vor der Haustür aufzumöbeln. Seine Frau und ein paar ehemalige Kollegen im Schlepptau schuftete Herbert Hartlaub jeden Dienstag am Leinritt, wie die Niedernberger ihren Mainuferweg nennen. »Das hat sich eingebürgert.«
Ebenso eingebürgert hat sich der Name: Rentnerband. Weil die älteren Herren bei der Arbeit gern singen. Aktive Musiker sind die Senioren allerdings nicht. »Wir klappern höchstens mit dem Gebiss«, sagt Hartlaub.
21 000 Arbeitsstunden
21 000 Stunden Arbeit haben die Rentner bisher für die Gemeinde geleistet. Und viel Lob kassiert. Für ihre Projekte legen sich die Männer so richtig ins Zeug. Wer wie Reinhold Fäth keine schwere körperliche Arbeit mehr leisten kann, mäht den Rasen oder schneidet Äste. »Ich habe die Baumschere auch einstecken, wenn ich spazieren gehe«, demonstriert Fäth sein Engagement für die Gemeinde. Man sieht dem 76-Jährigen an, dass er oft draußen arbeitet. Er ist braun gebrannt wie nach vier Wochen Urlaub am Äquator.
Nach dem Leinritt nahmen die Dorfverschönerer den Bubenbadeplatz in Angriff. Die Friedhofsmauer, das Wiegehäuschen und der Turm aus dem 15. Jahrhundert folgten. Jedes Jahr suchen sich die Rentner seither ein anderes Projekt, dass sie zwischen Frühjahr und Herbst abhaken. »Wer rastet, der rostet«, ist ein Motto Hartlaubs. Dank seiner Hartnäckigkeit stehen 28 Ruhebänke im Ortsbereich. Auch der Bildstock am Dorfplatz und ein Galgen nebst Infotafel am früheren Richtplatz gehen auf seine Initiative zurück.
Vergangenes Jahr nahmen der 75-Jährige und seine Crew den Generationenplatz in Angriff. Wo vor anderthalb Jahren noch zwei Gärten verwilderten, ist ein Park mit Großfiguren-Schachbrett, Sinnespfad, Kinderspielplatz und Fitnessgeräten für Senioren entstanden.
Nach rund sechs Monaten war der Platz samt selbst gebauter Hütte fertig. Damit auch Rollstuhlfahrer die neue Vergnügungsmeile ansteuern können, haben die Rentner einen barrierefreien Zugang gebaut. Jetzt steht der Feinschliff an.
»Arbeit hält jung«, sagt Heinrich Kämmerer. Der 73-Jährige hat die Bänke im Generationenpark gebaut. Aus zwei Eichen, die Herbert Hartlaub vom Förster bekommen hat. »Für die Rentnerband haben eben alle ein offenes Ohr«, sagt der ehemalige Feuerwehrmann.
Rund 20 000 Euro hat der Generationenplatz gekostet. 15 000 sammelten die Rentner durch Spenden und Aktionen. Etwa durch das regelmäßige Turmpicknick. Die Gruppe unterstützt außerdem örtliche Vereine, um sich nebenbei etwas für die Dorfverschönerung zu verdienen. Was die Rentner nicht selbst aufbringen können, legt die Gemeinde drauf, die außerdem jeden Dienstag Getränke und belegte Brötchen spendiert. Der Bauhof stellt die Geräte, die die aktiven Senioren für ihre Arbeit brauchen. Mit Bürgermeister Jürgen Reinhard trifft sich Hartlaub jedes Jahr, um in einem Gespräch zu klären, welche Projekte anstehen.
Sind größere Zuschüsse nötig, wandern die Vorhaben in den Gemeinderat. Bisher sei das sehr unkompliziert abgelaufen, lobt Hartlaub die Lokalpolitiker. Für Jürgen Reinhard ist das selbstverständlich. Der Bürgermeister ist stolz auf seine Niedernberger Senioren. Er habe deren Engagement sogar mit der Kulturmedaille ausgezeichnet.
»Die Rentnerband ist eine feste Größe hier im Ort«, sagt Reinhard. Es gebe viele Vorhaben, die ohne die älteren Herren nie umgesetzt worden wären. Etwa Mammutprojekte wie die Sanierung der historischen Stadtmauer. Hätte die Gemeinde einen solchen Auftrag an eine Firma vergeben, wären sechsstellige Summen fällig gewesen, ist der Bürgermeister sicher. Die Rentner dagegen begnügten sich mit Verpflegung und gelegentlichen Festen, die die Gemeinde organisiert.
Regelmäßige Arbeit hält fit, sind sich alle in der Rentnertruppe einig. Schon jetzt überlegen die Männer, was sie als nächstes anpacken könnten. Aufhören wollen die Dorfverschönerer erst dann, wenn die Knochen nicht mehr mitspielen.

Main Echo 31.07.2013 Nicole Koller


Überparteilich Ideen sammeln für die Zukunft

CSU Niedernberg: Vorstand in den Ämtern bestätigt

Niedernberg Mit einstimmigem Votum geht der Vorstand des CSU-Ortsverbands Niedernberg mit Eugen Seitz, Volker Goebel, Luise Faruga und Lothar Wenzel in die nächste Amtsperiode. Eugen Seitz blickte zurück auf politische und kulturelle Aktivitäten des Ortsverbands. Die bevorstehenden Wahlen auf Landes- und Bundesebene 2013 und die Kommunalwahlen 2014 erforderten das Engagement aller Mitglieder.

Bürgermeister Jürgen Reinhard berichtete über Bauprojekte. Mit der Kinderkrippe habe man ein Vorzeigeprojekt errichtet. Die 7,5 Millionen Euro, die dieses Jahr in Bauten investiert werden, seien Ergebnis einer langen Entwicklung. Das fraktionsübergreifende Lob im Gemeinderat für den Gemeindehaushalt sei die Bestätigung der guten Arbeit.
Beim Thema seiner möglichen Kandidatur bei der Landratswahl verwies er auf die bevorstehenden Regionalkonferenzen und die abschließende Entscheidung durch die Delegierten am 2. Mai.
Udo Bieber unterstützt als neu gewählter Geschäftsführer die Vorstandschaft.
Neue Schatzmeisterin ist Karin Weiler. Sabine Unger hatte das Amt zuvor über sechs Jahre inne gehabt. Simone Jost hatte dieses seit einem Jahr kommissarisch geführt. Schriftführer ist Gerhard Hahner. Udo Bieber wurde zum Ortsgeschäftsführer gewählt, um den Vorstand zu unterstützen. Knut Augustin, Christoph Fecher, Thomas Linke, Hanni Reinhard und Thomas Uhl sind Beisitzer im Vorstand. Johannes Nilles, Edeltraud Fecher und Jürgen Reinhard sind es Kraft Amtes. Die Delegierten für den Kreistag sind Bürgermeister Reinhard, Eugen Seitz, Edeltraud Fecher, Volker Goebel, Luise Faruga, Lothar Wenzel, Johannes Nilles und Udo Bieber.
Edeltraud Fecher, die Vorsitzende der Frauenunion, berichtete über die wichtige und prägende Rolle der Familie in der Gesellschaft. Erfreut war sie über den Erfolg, dass der Freistaat 160 Millionen Euro bereit stellt, damit das dritte Kindergartenjahr beitragsfrei wird.
Volker Goebel erläuterte das Konzept einer überparteilichen Zukunftswerkstatt, mit der junge Leute für die Politik gewonnen werden sollen. Jugendliche müssten Gelegenheit haben, Gedanken und Zukunftsideen einzubringen, die richtungsweisend für die künftige Ortsentwicklung sein können. Mit einem Workshop will der Ortsverband Jugendliche und Vertreter der örtlichen Vereine und Gruppierungen auffordern, sich Gedanken darüber zu  machen, wie sie sich Niedernberg in 20 Jahren vorstellen.

Zahlen und Fakten: CSU Niedernberg

Mitglieder: 69
Beitrag: 62 Euro
Vorsitzender: Eugen Seitz, Niedernberg, Blütenstraße 9, Tel. 06028/2661
Internet: www. csu-niedernberg.de

 Main Echo 19.03.2013 (Redaktion)


Muppets und Torte zum Jubiläum

500 Besucher in der Hans-Herrmann-Narrhalla

Jugendfasching in Niedernberg Anlässlich des Honischer Kinder- und Jugendfaschings sind am Sonntagnachmittag 500 Besucher mit Feierlaune in die Hans-Hermann-Halle gekommen, um sich von den Jüngsten des Niedernberger Carnevalvereins (NCV) unterhalten zu lassen. 

Prinzessin Arabella I. und Prinz Peter I. verfolgten das Treiben des närrischen Nachwuchses mit großer Aufmerksamkeit. Der Mix aus Spiel und Tanz gefiel nicht nur dem Prinzenpaar - auch die mitgereisten Eltern und Großeltern genossen die Show. Den Nachwuchsjecken stand Moderator Knut Augustin zur Seite, für launige Musik sorgte DJ Andy.
Grüne Gestalten ganz groß
Gleich zu Beginn konnten die drei Tanzmariechen Stefanie Fecher (14 Jahre), die elfjährige Emma Heimbach und die sieben Jahre alte Miriam Menzel mit einer perfekt einstudierten Choreographie überzeugen. Die darauf folgende Jugendgarde mit Tänzerinnen und Tänzern im Alter von zwölf bis 16 Jahren begeisterte das Publikum ebenfalls. Zur Musik von den Muppets in grün-, pink- und grünfarbenen Kostümen zeigten sie einige schwierige Figuren. Die Mitglieder der Kindergarde (zwischen sechs und zwölf Jahren) lagen mit ihrem Geburtstagstanz genau richtig, denn der NCV besteht seit 55 Jahren. Während der Vorstellung entstand deshalb auf der Tanzfläche eine große symbolische Torte, die die Tänzerinnen und Tänzer aus einzelnen Stücken zusammensetzten.
Preis für das schönste Kostüm
Um die vielen verschiedenen Verkleidungen der kleinen Narren zu ehren, fand zudem ein Wettbewerb für das schönste Kostüm statt. Hier gab es keinen eindeutigen ersten Platz, stattdessen viele Gewinner und großen Applaus für die Teilnehmer. Die Teamarbeit zwischen Eltern und Kindern wurde in den Parcours auf die Probe gestellt. Hier musste gut zusammengearbeitet werden, um es bis in das Finale zu schaffen und den Sieg mit nach Hause zu nehmen.
Doch nicht nur die Jugend wurde gefordert. Die Eltern mussten ihr Wissen über Niedernberg und Umgebung bei einem Rätsel beweisen. Wer immer noch nicht genug hatte, probierte sich an der Karaokestation als neuer Popstar aus. Dank der hohen Qualität des Bühnenprogramms konnte sich der durch die CSU Niedernberg ausgerufene Kinder- und Jugendfasching in den letzten Jahren immer mehr zu einer festen Größe in Honischland entwickeln. Nicht zuletzt erkennt man das an den stetig wachsenden Besucherzahlen, die wieder zu Platzmangel in der Halle führten, dass der Jugendfasching nicht mehr aus der Faschingszeit wegzudenken ist. 

Main Echo 5.Feb. 2013 Lukas Kunkel


 

Alexander Hoffmann läutet Wahlkampf ein

CSU: Bundestagskandidat besucht Niedernberg

Niedernberg Mit einem Besuch beim CSU-Café des Ortsverbands Niedernberg hat Alexander Hoffmann am Sonntag den Bundestagswahlkampf im Kreis Miltenberg eröffnet. Der Zellinger tritt die Nachfolge von Wolfgang Zöller als Direktkandidat im Wahlkreis Main-Spessart/Miltenberg an. Zugegen waren auch die CSU-Bewerber für den Landtag und den Bezirkstag, Berthold Rüth und Erwin Dotzel

Hoffmann stellte als vordringlichste Aufgaben für die neue Legislaturperiode die europäische Wirtschaftspolitik und die Umsetzung der Energiewende auf allen Ebenen vor. »Europa benötigt eine starke Währung in allen Staaten, um weltwirtschaftlich agieren zu können«, so der Kandidat in einer Pressemitteilung. Griechenland werde seine Hausaufgaben machen und mit Hilfe der anderen wieder Fuß fassen.
Kleinsten Nenner in Europa finden
Die Frage Volker Goebels, ob die unterschiedlichen politischen Systeme Europas wie Föderalismus in Deutschland, Zentralismus in Frankreich oder die parlamentarischen Monarchien zum Erreichen der Ziele hinderlich sein könnten, bejahte Hoffmann. Es könne sein, dass Staaten Vollzug einer Vorschrift meldeten, bevor in anderen Staaten mit der Umsetzung begonnen worden sei: »Es geht darum, immer den kleinsten gemeinsamen Nenner der Interessen zu finden.« Der Bundesregierung und dem Bundestag fielen dabei immer mehr Verantwortung und Führungsaufgaben zu.
Edeltraud Fecher erkundigte sich bei Hoffmann, was er zur Wahrung der Interessen von Frauen tun wolle. »Ich halte nichts von der reinen Frauenquote«, bekannte er. Doch müsse alles getan werden, um die Verwirklichung von beruflicher Zielsetzung und Familienplanung zu gewährleisten.
Rüth: Studiengebühr unzumutbar
Berthold Rüth stellte seine Zielsetzungen für die nächste Periode im Landtag kurz dar. Bildungsinitiativen, Förderung und Unterstützung der »lehr- und lernwilligen Jugend« sah er als vordringlich an. Während in Portugal und Spanien fast die Hälfte der jungen Menschen ohne Beschäftigung sei, herrsche in Bayern nahezu Vollbeschäftigung. Rüth: »Das ist aber kein Grund zum Ausruhen.«
Vor dem Hintergrund des Volksbegehrens »Nein zu Studienbeiträgen in Bayern« plädierte Rüth für eine Abschaffung der einst von der CSU-geführten Staatsregierung beschlossenen Gebühren. »Wenn in Berlin nichts bezahlt werden muss und die Studenten ein Begrüßungsgeld von 100 Euro erhalten, ist es nicht zumutbar, von bayerischen Studenten Gebühren zu erheben.« Die Frage, weshalb in Bayern Schüler nur Fahrtkosten bis einschließlich zehnten Klasse erstattet bekommen, wolle er prüfen lassen.
Erwin Dotzel legte seinen Schwerpunkt auf die Sozialpolitik. Der Bezirk Unterfranken habe einen Haushalt von 750 Millionen Euro, mit dem sehr viele Projekte im sozialen Bereich umgesetzt würden. »Die Gesellschaft benötigt immer mehr soziale Einrichtungen, um Belastungen von Körper und Seele zu heilen«, so der amtierende Bezirkstagspräsident.

Ziel sei, 75 Prozent der stationären Pflege in Einzelzimmern zu ermöglichen.

Main Echo 17. Januar 2013 red


 David Schnabel festlich empfangen

Sulzbach Dem siebenfachen Kunstrad-Weltmeister David Schnabel vom RV Adler Soden (Mitte, mit Vorsitzender Claudia Bee und Trainer Christian König) ist am Samstagabend in der Braunwarthsmühle Sulzbach ein festlicher Empfang bereitet worden. Bürgermeister Peter Maurer (rechts) und sein Niedernberger Amtskollege Jürgen Reinhard (links) dankten dem Ausnahmetalent für die herausragenden Erfolge.

Auch der Bezirksvorsitzende des unterfränkischen Radsports, Peter Berninger, und der Kreisvorsitzende des Bayerischen Landessportverbandes Ludwig Ritter, zollten ihren Respekt. Der 28-jährige Sportler absolviert derzeit eine Ausbildung in Kempten. Die Entscheidung, ob er im nächsten Jahr wieder angreifen will, wird er im Frühjahr treffen.

Main Echo 03.12.2012 kgoe/Foto: Katharina Göbel

 


 

Weltmeister David Schnabel schreibt Geschichte

Hallenrad-WM 2012, Sonntag Da­vid Schna­bel hat bei der 57. Hal­len­rads­port-Welt­meis­ter­schaft in der Aschaf­fen­bur­ger Fran­ken­stolz-Are­na zum sieb­ten Mal in sei­ner Kar­rie­re den Welt­meis­ter­ti­tel im Ei­ner-Kunst­rad­fah­ren ge­holt.

Der Nie­dern­ber­ger avan­cier­te da­mit zum er­folg­reichs­ten deut­schen Hal­len­rads­port­ler al­ler Zei­ten. 

Der Titelverteidiger erzielte bei seiner WM-Kür 208,64 Punkte und verpasste damit seinen eigenen Weltrekord (208,91) nur knapp.

Flüs­sig und schein­bar vol­ler Leich­tig­keit de­mon­s­triert der sechs­fa­che Welt­meis­ter Da­vid Schna­bel in sei­ner Kür im Ei­ner-Kunst­rad­fah­ren ei­ne Übung nach der an­de­ren. Dem Top-Fa­vo­ri­ten un­ter­läuft in den 30 Se­qu­en­zen kein ein­zi­ger grober Schnit­zer. Klei­ne Nu­an­cen stim­men le­dig­lich nicht ganz.

Das Fachpublikum schaut auf den Videowürfel an der Hallendecke der Aschaffenburger Frankenstolz-Arena. Wird es zum Weltrekord reichen? Der liegt bei 209,10 Punkten. Nein, nach fünf Minuten steht es fest: Der Niedernberger scheitert denkbar knapp. Doch die 208,46 Zähler sind eine Klasse für sich. Standing ovations erntet der 27-jährige Titelverteidiger von tausenden Zuschauern, die völlig aus dem Häuschen sind und um Autogramme und Erinnerungsbilder heischen.

Auf den Schultern von Gronbach
Nach der Siegerehrung wird David Schnabel vom Silbermedaillen-Gewinner Oliver Gronbach durch die Halle getragen. Er lässt sich feiern, ebenso natürlich der zweite Deutsche im Bunde, Florian Blab. Der Vize-Weltmeister hatte gestern Nachmittag ebenfalls einen starken Auftritt hingelegt, musste sich aber abermals mit Rang zwei begnügen und holte mit 198,98 Punkten die Silbermedaille. Bronze ging an den Schweizer Yannick Martens (164,27 Punkte).

Main Echo 05.11.2012  Katja Vügten 


 

Flächennutzungsplan Seegalerie bleibt unverändert

Ortsentwicklung: Gemeinderat widerruft mehrheitlich früheren Beschluss, landwirtschaftliche Fläche auszuweisen

Niedernberg Mit knapper Mehrheit hatte der Gemeinderat am 19. Juni beschlossen, den Flächennutzungsplan für das Gebiet westlich der Großwallstädter Straße wieder in landwirtschaftliche Fläche zu ändern. Nachdem Bürgermeister Jürgen Reinhard am Dienstag das Ergebnis der Bürgerbeteiligung vorgestellt hatte, sprachen sich nun allerdings acht der 13 Ratsmitglieder gegen diese Umwandlung aus.

Damit bleibt das Gebiet im Bebauungsplan nach wie vor als Wohngebiet ausgewiesen.
Langfristige Bauperspektive
Zahlreiche Grundstückseigentümer hätten sich gegen das Vorhaben der Gemeinde gewandt, das Gebiet »Seegalerie« aus dem Flächennutzungsplan rauszunehmen, hatte der Bürgermeister zuvor informiert. Zwar gingen die Betroffenen nicht davon aus, dass kurzfristig ein Bebauungsplan erlassen und diese Flächen erschlossenwerden. Die Grundstücke würden von ihnen jedoch als Bauerwartungsland und somit langfristig als Bauplatz für die Nachkommen angesehen. Der Wunsch, eine als wertvoll eingestufte Fläche an die spätere Generation für deren zukünftige Lebensplanung weitergeben zu können, wäre bei einer Entwidmung nicht mehr erfüllbar.
Moniert werde auch ein Wertverlust. Bauerwartungsland würde mit weit höheren Quadratmeterpreisen gehandelt als Acker. Ein Eigentümer beurteile die Flächennutzungsplanänderung als grenzwertig mit einem erheblichen Konfliktpotenzial. Ein Nichteigentümer habe bedauert, dass der bestehende Status des Gebiets aufgehoben werden soll mit dem Ziel, dessen Ökologie zu erhalten. Gerade die jetzige Festlegung als Bauerwartungsland habe doch zum Erhalt der Kleinteiligkeit und der extensiven Nutzung geführt. Bei einer Herabstufung zum Ackerland wird befürchtet, dass die Eigentümer das Interesse an den Grundstücken verlieren, großflächig Pachtfläche gebildet und dort dann Landwirtschaft intensiv betrieben wird. Bemängelt wurde zudem, dass andere Nutzungsmöglichkeiten etwa für die Freizeitgestaltung oder als Gärten gar nicht im Rat diskutiert worden seien. Edgar Seitz (FW) zeigte Verständnis für die Einwände der Eigentümer, doch müsse man die sich derzeit abzeichnende Fehlentwicklung korrigieren. Die Seegalerie sei ein ökologisch wertvolles Gebiet, das von der Flurbereinigung ausgenommen wurde. Kurt Höhn-Schüßler (SPD) sieht bei einer Bebauung des Gebietes Konflikte mit der nahe gelegenen Hans-Hermann-Halle oder den Tennisplätzen. Volker Goebel (CSU) betonte, er sehe keine Notwendigkeit für eine Änderung. Damit würde sich die Gemeinde die Planungshoheit für die Zukunft nehmen.
Baugebiet bleibt im Plan
Siegmar Buhler (IMUN) wies darauf hin, die geplante Umwidmung sei Ergebnis einer Klausur des Gemeinderats im Jahr 2008. Würde man heute die Änderung in Ackerland durchführen, könne diese Entscheidung bei Bedarf in späteren Jahren korrigiert werden. Jürgen Klement (FW) befürchtete hingegen, es sei jetzt einfacher, das Gebiet aus dem Bebauungsplan herauszunehmen, als es später wieder zu integrieren. Wie Rudi Hartlaub (FW) und Luise Faruga (CSU) plädierte er dafür, alles beim Alten zu lassen.
Mit dem neuerlichen Beschluss des Gremiums bleibt die Seegalerie zwar als allgemeines und reines Baugebiet im Flächennutzungsplan stehen, jedoch ist eine tatsächliche Weiterentwicklung für die kommenden Jahre nicht zu erwarten.

Main Echo 25. 10.2012  (Ralf Hettler)


 

Eine Investition in die Zukunft

Kleinkindbetreuung: In Niedernberg entsteht für 1,9 Millionen Euro eine viergruppige Kinderkrippe auf der grünen Wiese

Niedernberg Als Investition in die Zukunft bezeichnete Bürgermeister Jürgen Reinhard den Neubau der Kinderkrippe. Mit dem offiziellen Spatenstich gab das Gemeindeoberhaupt am Freitag den »Startschuss«. Im Februar 2004 habe die Gemeinde Niedernberg die erste Kinderkrippe das Landkreises Miltenberg mit einer Gruppe im Sandsteingebäude eröffnet, betonte Reinhard.

Dies sei keine zehn Jahre her, aber damals schon noch etwas Besonderes in Bayern gewesen.
Engagierte Eltern
Inzwischen habe die Politik das Thema aufgegriffen und das Kinderbetreuungsgesetz auf den Weg gebracht. Grundlage dafür, dass die Gemeinde damals eine Kinderkrippe einrichten wollte, sei jedoch die Initiative einiger Eltern gewesen, die Anfang 2003 mit dem Bürgermeister den Bedarf für diese Art von Kleinkindbetreuung, die Möglichkeit der Umsetzung und die Raumfrage erörterten.
Wegen der wachsenden Nachfrage nach Krippenplätzen sei vor zwei Jahren im Sandsteingebäude eine weitere Gruppe eingerichtet worden, erinnerte Reinhard. Schließlich habe man im Gemeinderat beschlossen, eine Krippe mit drei Gruppen auf der grünen Wiese neu zu errichten. Da die Gries Deco Company die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern will, wurde der Plan auf vier Gruppen erweitert.
Nach einem Architektenwettbewerb erhielt das Büro Schuler und Schick-ling aus Großostheim den Planungsauftrag. Die Gemeinde geht mit dem Baukonzept neue Wege in der Energieeffizienz. Das Projekt ist als »Sonnenhaus« geplant, was zwar die Investitionssumme erhöht, aber auf Dauer gewaltige Energiekosten einspart. Insgesamt investiert Niedernberg 1,9 Millionen Euro in die Krippe. Vom Freistaat gibt es einen Zuschuss in Höhe von 811 000 Euro. Auch beteiligt sich Gries Deco Company an den Bau- und an den Betriebskosten.
Sonnenwärme hilft sparen
Architekt Michael Oefelein nannte beim Spatenstich baulichen Details. Die neue Kinderkrippe entsteht mit zwei Baukörpern, die durch ein Dach miteinander verbunden sind. Der größere Baukörper ist gebogen und enthält die vier Gruppenräume sowie die dazugehörenden Sanitär- und Ruheräume. Im niedrigeren Gebäuderiegel werden Essbereich mit Küche, Büros, Personal-, Technik- und Nebenräume eingerichtet. Das offizielle Raumprogramm für Krippen sieht keinen Bewegungsraum vor, was mit dem als Halle ausgebildeten großzügigen Flur ausgeglichen werden soll, der auch für Spiele genutzt werden kann.
Alle Räume sind ebenerdig angeordnet. Die Gruppenräume erhalten ein Zinkdach, das Dach über den Nebenräumen soll begrünt werden. Das gesamte Bauwerk ist als Sonnenhaus konzipiert. Warmwasserkollektoren und ein Speicher sorgen dafür, dass wenig fossile Energieträger notwendig sind. Den Restwärmebedarf soll eine Holzpelletsheizung decken. Im Außenbereich sind verschiedene Themenfelder vorgesehen, wie etwa ein Rodelhügel, Sandkasten, Schaukelanlage und Wasserspielbereich. Eine Bobbycarbahn verbindet die verschiedenen Bereiche.
Heinz Lindner von der Gries-Deco-Company sieht in der Beteiligung des Unternehmens auch einen Anreiz für qualifizierte Mitarbeiter. Mittelfristig würden in Niedernberg 700 bis 800 Mitarbeiter beschäftigt, welchen die Firma mit den Krippenplätzen ein attraktives Angebot unterbreiten könne.
»Der heutige Tag ist etwas ganz besonderes« sagte Thomas Sondermann, Vorsitzender des Betreibervereins »Kinderreich«. Vor einigen Jahren habe man es sich nicht träumen lassen, dass auf der grünen Wiese ein solches Projekt umgesetzt wird.

Zahlen und Fakten: Die neue Kinderkrippe

Das Raumprogramm sieht vier Gruppenräume und vier Ruheräume vor.
Weiterhin sollen ein Leitungsbüro, Personalraum, Küche, Speisevorratsraum, Speisezimmer, Wirtschaftsraum, Kindergarderobe, sowie Lager- und Sanitärräume eingerichtet werden.
Die Nutzfläche beträgt 718 Quadratmeter auf einer Bruttogrundfläche von 822 Quadratmeter. (rah)

Main Echo vom10.09.2012


r der Text als Ausdruck zum leichteren Lesen:

Gemeinde-Pokal an einen stolzen Niedernberger Bürgermeister Jürgen Reinhard.

BAYERISCHER UNTERMAIN. Seit sechs Wochen sucht PrimaSonntag die Super-Gemeinde am Bayerischen Untermain. And the winner is: Niedernberg! Auf Platz 2 folgt mit knappem Abstand der Fast-Nachbar aus Kleinwallstadt, Platz 3 geht nach Schöllkrippen. PrimaSonntag hat die Frohe Botschaft persönlich an Bürgermeister Reinhard überbracht.

Kleine Gemeinde,
große Entwicklung

Die Freude im Niedernberger Rathaus war groß, als PrimaSonntag mit dem großen Siegerpokal vor der Tür stand. Für Bürgermeister Jürgen Reinhard (seit 2000 im Amt) hat vor allem die positive Einstellung der Niedernberger zum Wahlergebnis geführt. „Niedernberg ist eigentlich eine kleine Gemeinde, die sich aber sehr gut entwickelt hat. Wir haben ein reichhaltiges Angebot an Einrichtungen, engagieren uns und investieren in die Zukunft.”

Mission Titelverteidigung
Dass der Titel auch in den nächsten Jahren wieder nach Niederberg geht, daran wird laut Reinhard fleißig weiter gearbeitet: „Es stehen einige Projekte an: Wir haben mehrere kommunale Hochbaumaßnahmen, bauen eine Kinderkrippe mit vier Gruppen, ein Seniorenheim, erweitern die Mittagsbetreuung und bauen eine Mensa.”

Die Top 15 der Supergemeinden 
2012 am Bayerischen Untermain:
1. Niedernberg
2. Kleinwallstadt
3. Schöllkrippen
4. Röllbach
5. Sulzbach
6. Miltenberg
7. Mömlingen
8. Alzenau
9. Stockstadt
10. Elsenfeld
11. Johannesberg
12. Rothenbuch
13. Erlenbach
14. Mömbris
15. Bürgstadt

Das sagen die Niedernberger
über ihre Heimat-Gemeinde

Beate Bergmann
Seit ich klein bin wohne ich in Niedernberg und mir gefällt es hier immer noch am besten, als irgendwo anders. Besonders praktisch ist die gute Verkehrsanbindung und dass man alles vor Ort hat.: Vom Arzt, Bäcker oder Metzger bis zum Deko-Laden.

Katharina Seitz
Ich finde Niedernberg toll, weil man sich hier noch Grüßt. Alle Leute sind nett und jeder kennt jeden. In einer Großstadt hat man das nicht mehr. Niedernberg hat sich den Titel „Supergemeinde“ verdient.

Tamara Galm
Ich komme ursprünglich aus Frankfurt und finde es hier viel schöner. Niedernberg ist sehr Kinderfreundlich, was mir als Mutter natürlich besonders gefällt. Es ist sehr ruhig im Ort, aber trotzdem ist man sehr schnell in der Stadt.

Walter Seitz
Hier ist immer etwas los. Außerdem ist jeder, der hier wohnt sehr freundlich. Mir gefällt eigentlich alles an Niedernberg!

Fulbert, Laura, Fulberta und Mayla
Wir treffen uns immer am Sportplatz, weil man hier schön zusammen sitzen kann. Und wenn es wärmer ist gehen wir immer zusammen an den Honisch Beach. Niedernberg ist zu Recht eine Supergemeinde, weil man hier auch als Jugendlicher viel machen kann.

Giovanni Diavoletto und Karl G.
Ich freue mich, dass Niedernberg die Supergemeinde geworden ist. Das ist ja auch kein Wunder bei all den netten Leuten, der guten Pizza und dem Freizeitangebot. Außerdem setzt sich unser Bürgermeister für seine Gemeinde ein, das gefällt mir besonders gut.

Anmerkung: Der Text wurde im Original übernommen! 

Quelle: PrimaSonntag,  02.09.2012


 Keine Bauplätze auf grüner Wiese (14.08.12)

Heute können Grundstücksbesitzer letztmals Einspruch gegen die Entwidmung einlegen

Seegalerie Niedernberg Schon seit 40 Jahren existieren Pläne, das Gebiet an der Seegalerie in Niedernberg zu bebauen. Doch wegen baurechtlicher Hürden wurde die Aufstellung eines Bebauungsplans eingefroren. Bisher galt das Areal zwischen dem Seehotel und der Hans-Herrmann-Halle als »Bauerwartungsland« und war im Flächennutzungsplan als allgemeines Wohngebiet ausgewiesen.

Auf Antrag von Ratsmitglied Edgar Seitz (Freie Wähler) hatte der Niedernberger Gemeinderat am 19. Juni mit knapper Mehrheit (8:6) beschlossen, den Flächennutzungsplan zu ändern und als landwirtschaftlich zu nutzende Fläche, sprich: reines Ackerland, umzuwidmen. Am heutigen Dienstag endet die Bürgerbeteiligung.
Durch Zufall erfahren
Es seien einige Widersprüche von Grundstücksbesitzern eingegangen, bestätigte auf Nachfrage Franz-Peter Weiler, Geschäftsleiter im Niedernberger Rathaus. Einer kommt von Helga Möller-Klein, die in Düren lebt. Zusammen mit ihrer Schwester besitzt sie zwei Grundstücke auf dem Gelände, das sie von ihrem Vater, einem Niedernberger, 1944 geerbt hatte.
Bei einer Internetrecherche habe sie durch puren Zufall von der Flächennutzungsplanänderung erfahren und sei perplex gewesen. »Ich ging immer davon aus, dass unsere Enkel oder Urenkel später einmal dort bauen können«, sagte sie in einem Telefongespräch und zeigte sich erstaunt, dass die Grundstücksbesitzer, die außerhalb von Niedernberg wohnen, von der Flächennutzungsplanänderung nichts erfahren haben.
Ärger über Wertminderung
»Die können im Prinzip nichts unternehmen, weil sie gar nichts wissen«, so die Dürenerin. Sie sieht durch die beabsichtigte Änderung eine Wertminderung des Geländes und ärgert sich darüber. Sie habe sich keine Illusionen gemacht, dass dort in naher Zukunft ein Baugebiet entstehen könnte. »Aber dass unsere Enkel oder Urenkel dort einmal bauen können, das war meine Hoffnung«, sagt die Pensionärin.
Am 11. September ist die nächste Gemeinderatssitzung geplant, wo dann vermutlich eine endgültige Entscheidung über die Änderung des Flächennutzungsplans getroffen wird. Die Meinung unter den Ratsmitgliedern ist geteilt. Edgar Seitz hatte als Begründung für seinen Antrag auf den Erholungswert und die ökologische Bedeutung des Geländes hingewiesen, was seiner Meinung nach nicht hoch genug eingeschätzt werden könne. Sein Ziel ist es, eine klare Vorgabe für die künftige Nutzung des Geländes zu schaffen und so die über Jahre gewachsene Kulturlandschaft zu erhalten. Gewährleistet sei das auch, wenn alles so bleibe, wie es ist, meinen CSU-Bürgermeister Jürgen Reinhard und einige Ratsmitglieder.

Der Bürgermeister-Stellvertreter Volker Goebel (CSU) hatte in der entscheidenden Sitzung auf die Planungshoheit der Gemeinde hingewiesen und darauf aufmerksam gemacht, dass in jedem Fall der Gemeinderat das letzte Wort hat. Das bestätigt auch Geschäftsleiter Franz-Peter Weiler, der unmissverständlich klar stellt, dass Baurecht erst dann geschaffen wird, wenn es zu einem rechtsgültigen Bebauungsplan kommt. Seit vier Jahrzehnten habe sich nichts in dieser Richtung getan. Wie der Bürgermeister im Juni erklärte, sei auch nichts in Sicht, was den Zustand mittelfristig auf den Kopf stellen könnte. Er wolle den jetzigen Stand beibehalten, um Entwicklungsmöglichkeiten für Niedernberg nicht aus der Hand zu geben.
Die von der Änderung des Flächennutzungsplans betroffenen Grundstücksbesitzer haben in jedem Fall den Schwarzen Peter, denn die in der Behördensprache formulierte »Entwidmung« des Bauerwartungslands in Ackerland zieht eine Wertminderung der Flächen nach sich. Schadensersatzansprüche sind jedoch nicht gegeben, denn das ist laut Baugesetz erst möglich, wenn durch gravierende Änderungen in einen rechtsverbindlichen Bebauungsplan eingegriffen wird.  

(Ruth Weitz Main Echo 14.August 2012)  

Hintergrund: Historie des Gebietes Seegalerie

Im Jahr 1973 hatte die Gemeinde Niedernberg im Gebiet entlang der Großwallstädter Straße die Aufstellung eines Bebauungsplans vorgesehen und dies in einem 1983genehmigten Flächennutzungsplan vorgegeben. Darin sind sowohl ein allgemeines als auch ein reines Wohngebiet vorgesehen und zum Teil auch umgesetzt.
Ende 1998 wurde das Gebiet Seegalerie zwischen Hans-Herrmann-Halle und Seehotel angegangen. Der Gemeinderat hatte hierzu das Ingenieurbüro Wölfl in Würzburg beauftragt, ein immissionsrechtliches Gutachten zu erstellen, um zu klären, inwieweit eine Abschirmung von dem Betrieb um und in der Hans-Herrmann-Halle erfolgen muss. Das Ergebnis, eine vier Meter hohe Schallschutzwand zu errichten, veranlasste die Ratsmitglieder, den ins Auge gefassten Bebauungsplan wieder einzufrieren und im Süden der Gemarkung zunächst kein neues Baurecht zu schaffen. Seitdem ruhte die Angelegenheit.
Erst mit dem Antrag von FW-Gemeinderat Edgar Seitz vom November 2011 wurde der Stein wieder ins Rollen gebracht. Zwar hatte das Ratsgremium in der Sitzung am 13. Dezember 2011 darüber diskutiert, aber noch keine Entscheidung gefällt. Diese kam mit Beschluss vom 19. Juni 2012. Als betroffener Anlieger (Gemeindeordnung, Paragraf 49) nahm Seitz selbst nicht an der Abstimmung teil. Zwei Räte fehlten, so dass das Abstimmungsergebnis mit 8:6 Stimmen für den Antrag des FW-Gemeinderates ausfiel.
Die vorgezogene Bürgerbeteiligung (veröffentlicht im Niedernberger Amts- und Mitteilungsblatt vom 13. Juli) endet am heutigen Dienstag, 14. August. Danach wird der Gemeinderat - voraussichtlich am 11. September - entscheiden müssen, wie es weiter geht. (ruw 


811 000 Euro für Kinderbetreuung

Niedernberg 811 000 Euro erhält die Gemeinde Niedernberg als Förderung aus dem Programm Aufbruch Bayern. Das teilt CSU-Landtagsabgeordneter Berthold Rüth mit. 756 000 Euro davon sind dafür bestimmt, 36 neue Betreuungsplätze für unter Dreijährige in der Kinderkrippe an der Grundschule einzurichten, 55 000 Euro gibt es für zusätzliche Baumaßnahmen an der Kindertageseinrichtung.

Für die Kinderbetreuung sind in Bayern die Kommunen zuständig. Da die Mittel des Bundes in Höhe von 340 Millionen Euro bereits verplant sind, so Rüth, führe der Freistaat die Förderung nun allein mit Landesmitteln fort, derzeit über 600 Millionen Euro.

(red) Main Echo 23.Juli 2012


 Spatenstich an Mast Nummer drei

Investition von sechs Millionen Euro

110-Kilovolt-Leitung von Aschaffenburg nach Großheubach An der Grenze zwischen Aschaffenburg und Niedernberg, genauer gesagt an Mast Nummer drei, hat gestern die Eon Netz GmbH mit dem Neubau der umstrittenen Stromleitung zwischen Aschaffenburg und Großheubach begonnen.

Vertreter des Energieversorgers Eon und der Baufirmen taten den ersten Spatenstich für die neue 110-Kilovolt-Leitung. Dietrich Max Fey, Eon-Geschäftsführer Technik und Netzmanagement, begrüßte dazu Vertreter der umliegenden Gemeinden und der Stadt sowie Dieter Gerlach, Leiter der Aschaffenburger Versorgungs-GmbH.
24.5 Kilometer lang
Projektleiter Rainer Dudda stellte das 24,5 Kilometer lange Projekt zwischen den Umspannwerken Aschaffenburg und Großheubach vor. Der Neubau ersetzt eine sanierungsbedürftige Hochspannungsleitung aus dem Jahr 1929. Dudda: »Ihre Übertragungsleistung ist für diese Region auch im Hinblick auf die geplanten Windkraft- und Solaranlagen und die damit verbundene Einspeisung in das Hochspannungsnetz zu klein geworden.« Die alte Leitung mit 118 Masten wird später auf 22,5 Kilometern Länge abgebaut.
Für die neue Leitung müssen 76 bis zu 40 Meter hohe Masten erstellt werden. Fünf Maste sind sogar 50 und 60 Meter hoch, da sie ein Waldgebiet bei Elsenfeld beziehungsweise den Main überspannen. Die Maste seien an ökologisch verträglichen Standorten und vorteilhaft für die Landwirtschaft platziert, heißt es von Eon.
Die Bauarbeiten für das rund sechs Millionen Euro teure Projekt dauern rund ein Jahr und erfolgen in zwei Etappen. Zunächst werden die beiden Fachfirmen Autmatec und SAG den 15 Kilometer langen Abschnitt zwischen Aschaffenburg und Elsenfeld errichten. Danach ist der zehn Kilometer lange Abschnitt von Elsenfeld bis Röllfeld an der Reihe. Die letzten 6,6 Kilometer vor Großheubach verläuft die Leitung auf der bereits sanierten alten Trasse.
Die neue Hochspannungsleitung versucht bebaute Gebiete zu umgehen und ist daher rund zwei Kilometer länger. Die Trasse verläuft weitgehend parallel westlich der B 469. Auch der bislang rechtsmainische Abschnitt zwischen Elsenfeld und Trennfurt wird auf die linke Mainseite, verlegt. Erst südlich von Trennfurt wechselt die 110-Kilovolt-Leitung auf die andere Mainseite. Zwischen Kleinwallstadt und Elsenfeld überquert eine Leitung zum Umspannwerk Elsenfeld den Main.
Gemeinden forderten Erdleitung
Der Bau der 110-Kilovolt-Leitung war nicht unumstritten. Mehrere Gemeinden forderten, dass die Stromleitung in ihrem Bereich unter die Erde verlegt werden sollte. Dies lehnte Eon wegen der hohen Kosten ab.
Zuletzt hat Ende Juni die Gemeinde Erlenbach ihren Widerstand gegen den Bau aufgegeben, weil sie keine Chance sah, ihre Forderung durchzusetzen. Laut einem Urteil des Verwaltungsgerichts Würzburg gegen einen Eilantrag aus Erlenbach hieß es, Eon sei nicht verpflichtet, die Kosten für eine Erdverkabelung zu prüfen. Der Ersatzneubau sei schon über zehn Jahre geplant; 2001 war eine derartige Kostenberechnung aber noch nicht vorgeschrieben. 

Zahlen und Fakten: Eon Netz GmbH

Die Eon Netz GmbH betreibt das 110-Kilovolt-Hochspannungsnetz von Eon Energie zwischen Nordsee und Alpen. Sitz ist in Bayreuth mit Betriebsstandorten in Bamberg und Lehrte bei Hannover. Mit einem Netzgebiet von 140 000 Quadratkilometern deckt sie rund ein Drittel der Fläche Deutschlands mit über 20 Millionen Einwohnern ab. 850 Mitarbeiter betreuen ein Netz von 22 000 Kilometern Hochspannungsleitungen mit 900 Umspannwerken. Über Eon Netz werden rund 190 Versorgungsunternehmen und Großkunden der Industrie mit Strom beliefert. (joe) (Josef Pömmerl)

 Main Echo 17. Juli 2012

siehe auch : Aktuell, home 


 Geplantes Baugebiet soll Ackerland bleiben

Ortsentwicklung: Gemeinderat Niedernberg trägt Erholungswert des Areals Rechnung - Flächennutzungsplan geändert

Niedernberg Mit Beschluss des Gemeinderats soll der Flächennutzungsplan für das Gebiet westlich der Großwallstädter Straße wieder in landwirtschaftliche Fläche geändert werden. Das Sondergebiet »Sport, Spiel, Freizeit und Erholung« am Nordufer des Hotelsees soll bestehen bleiben.

Edgar Seitz (FW) hatte die Änderung im Bereich westlich der Großwallstädter Straße und am Nordufer des Hotelsees in den Status »Landwirtschaftliche Fläche« beantragt.
Für Sport, Spiel und Freizeit
Die Bebauung des Sondergebietes mit Wohn- oder Hotelbauten könne die in der Legende des Flächennutzungsplanes festgeschriebenen Ziele »Sport, Spiel, Freizeit und Erholung« nicht sicherstellen, begründet Seitz seinen Antrag. Anfragen von privater Seite an Verwaltung und Gemeinderat mit dem Ziel, Hotelbauten oder eine Feriensiedlung zu errichten erforderten eine klare Entscheidung des Gemeinderates über die künftige Nutzung des Sondergebietes. Der ökologische und damit eng verbundene Erholungswert dieses Landschaftsbereiches könne für die Niedernberger Bürger nicht hoch genug eingeschätzt werden.
Bürgermeister Jürgen Reinhard vertrat die Ansicht, dass man den bestehenden Status nicht aufgeben müsse. Er müsste jedoch auch nicht weiterentwickelt werden. Derzeit lägen der Verwaltung keinerlei Anfragen für das allgemeine und reine Wohngebiet vor.
Dr. Edgar Seitz (FW) betonte auf der Sitzung nochmals, dass sich in diesem Bereich eine Kulturlandschaft über Jahrhunderte entwickelt habe, welche derzeit sehr naturnah genutzt werde. Es sei ein ortsnahes Erholungsgebiet für die Bevölkerung entstanden. Siegmar Buhler (IMUN) stimmte dem Antrag von Seitz in vollem Umfang zu.
40 Jahre alte Ziele sind überholt
Keinen Handlungsbedarf sah Volker Goebel (CSU), solange sich die Situation nicht verändere. Schließlich hätten Gemeinde und Gemeinderat die Planungshoheit. Die vor 40 Jahren im Flächennutzungsplan festgelegten Ziele seien nicht mehr vorhanden, betonte Josef Scheuring (SPD). Die Nachfrage, was die Ziele der Gemeinde sind, seien deshalb berechtigt. Es könne jedoch kein gemeindliches Ziel sein, das einst geplante Wohngebiet aufrecht zu erhalten.
Johannes Nilles (CSU) befürchtet bei einer Realisierung des ausgewiesenen Wohngebietes Konflikte mit dem benachbarten Kultur- und Sondergebiet. Problem im Sondergebiet »Freizeit und Erholung« sei die Uneinigkeit der Grundstücksbesitzer, meinte Luise Faruga (CSU). Auch wenn das Wohngebiet im Flächennutzungsplan stehen bleiben würde, sollte dies kein Signal für die Bebauung sein und keine Begehrlichkeiten wecken. Man habe derzeit einen Zustand auf dem Papier, den tatsächlich keiner wolle, sagte Alexander Hans (FW). Auch Manfred Sickenberger (CSU) und Udo Bieber (CSU) sprachen sich gegen eine Bebauung aus.
Bei der geteilten Abstimmung sprachen sich die Ratsmitglieder mehrheitlich (8:6 Stimmen) für die Aufhebung des derzeit geplanten Wohngebietes aus; Eugen Seitz (CSU) durfte als Grundstückseigentümer nicht mitstimmen. Die Umwidmung des Sondergebietes »Freizeit-Sport-Erholung« wurde mit 9:6 Stimmen abgelehnt. rah

Main Echo 21.06.2012

siehe: Aktuell 


 Helmut Fieger ist Urgestein der Partei

CSU Niedernberg: Neue Delegierte und Homepage

Niedernberg Rückblick, Ehrungen, die Wahl der Delegierten und der Ausblick auf die kommenden Projekte waren Themen der Jahreshauptversammlung der Niedernberger CSU. Als Delegierte der Kreisvertreterversammlung zur Bundestagswahl und Landtags- und Bezirkstagswahl wurden gewählt: Volker Goebel, Lothar Wenzel, Eugen Seitz, Luise Faruga, Jürgen Reinhard, Jürgen Dreier, Edeltraud Fecher. 

Mitglied seit 40 Jahren
Der Ortsvorsitzende Eugen Seitz und Bürgermeister Jürgen Reinhard ehrten zwei langjährige Weggefährten der CSU. Helmut Fieger stieß 1972 zur Niedernberger CSU. Jürgen Reinhard erinnerte vor allem an die langen Jahre Fiegers als Gemeinderat. Fieger wirkte als Ortsvorsitzender und Ehrenvorsitzender. In seiner aktiver Zeit wurde die Junge Union Niedernberg ins Leben gerufen. Mit zwei  Jahren als Dritter Bürgermeister, zwölf Jahren als stellvertretender Bürgermeister und vielen Jahren als Fraktionssprecher habe er Kultur und Arbeit in den gemeindlichen Gremien geprägt. Andreas Behrens-Endress ist seit 25 Jahren CSU-Mitglied und wohnt seit zehn Jahren in Niedernberg.
Laut Eugen Seitz war der Bürgermeisterwahlkampf der Schwerpunkt der politischen Arbeit im vergangenen Jahr. Bei den Themen Gewerbegebiet Rüttelweg, Weiterentwicklung der Kinderbetreuung und Seniorenkonzept habe die CSU wichtige und entscheidende Argumente einfließen lassen. Die CSU zeige an den Programmen zur Dorfentwicklung starke Präsenz. Mit dem Kinderfasching, dem Dämmerschoppen und den Ausflügen sei man eine feste Größen im Veranstaltungskalender Niedernbergs.
Bürgermeister Jürgen Reinhard dankte Fraktion und Partei: »Ideen, Hilfe und Engagement des ganzen Teams CSU sind bedeutend für die Entwicklung.« Er informierte über den Sachstand des Gewerbegebietes Rüttelweg als der »größten Baustelle Bayerns«: »An der Seniorenwohnanlage Santa Isabella rollten die Bagger, die Pläne für Kinderkrippe, Mensa und Rathausumbau laufen - kurz, in Niedernberg bewegt sich etwas.«
Plattform für Begegnung
Volker Goebel stellte die neue Homepage vor. Sie solle nicht nur Termine vermitteln, sondern eine Plattform sein für Information und Begegnung. Nachdem die Reise in die Vulkanlandschaft der Eifel im vergangenen Jahr ein Erfolg gewesen sei, lud Goebel zum Tagesausflug am 6. Oktober nach Würzburg ein. Mit Kunst, Kultur, Kulinarik und einem weiteren »Überraschungs-K« habe er ein interessantes Programm zusammengestellt. Für Jugendliche kündigte er eine Stadtführung mit Geocaching an.
Luise Faruga wies auf den nächsten CSU Stammtisch am 1. Juni unter der Überschrift »Jetzt red'st du!« hin. Die CSU freue sich auf zahlreiche Gäste zum zwanglosen Plaudern, zur politischen Diskussion und zum gemütlichen Miteinander: »Kommen Sie - auch Ihr Beitrag, Ihre Idee  ist ein Gewinn für unser Dorf.« red

Zahlen und Fakten: CSU-Ortsverband Niedernberg 

Gründung: 1966
Mitglieder:
 70
Jahresbeitrag: 50 Euro
Vorsitzender: Eugen Seitz, Blütenstraße 9, 63843 Niedernberg, Tel. 0 60 28 / 26 61
Internet: www.csu-niedernberg.de (red)

 Main Echo 19.05 2012

siehe: Aktuell


 Neues Fahrzeug kann bestellt werden

Feuerwehr: Vorzeitige Beschaffung genehmigt

Niedernberg/Würzburg Die Regierung von Unterfranken hat der Gemeinde Niedernberg für den Kauf eines Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeugs mit Standardbeladung die vorzeitige Beschaffung genehmigt. Das neue Fahrzeug wird ein älteres mit Baujahr 1982 ersetzen.

Das Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug HLF 20 mit seiner Besatzung von neun Personen ist für die selbstständige Brandbekämpfung, zum Fördern von Löschwasser und für technische Hilfeleistungen konzipiert.
1600 Liter Löschwasser
Neben der feuerwehrtechnischen Beladung für eine Gruppe ist auch eine festgelegte Standardzusatzbeladung »Technische Hilfeleistung« vorhanden. Es verfügt über eine von seinem Motor angetriebene, fest eingebaute Kreiselpumpe und eine so genannte Schnellangriffseinrichtung oder Einrichtung zur schnellen Wasserabgabe. Der eingebaute Löschwasserbehälter hat eine Kapazität von 1600 Liter.
Mit der Zustimmung zur vorzeitigen Beschaffung kann der beabsichtigte Erwerb nun schnellstmöglich realisiert werden. Die staatliche Förderung beläuft sich derzeit für ein Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug mit der genannten Ausstattung auf 104 500 Euro. 

red Main Echo 05.05.2012

siehe: Aktuell


  

Nur zufriedene Gesichter in Niedernberg

Gemeinderat: Haushalt einstimmig verabschiedet - Alle Fraktionen attestieren der Verwaltung solide Finanzplanung

Niedernberg Einstimmig hat der Niedernberger Gemeinderat am Dienstag den Haushalt 2012 verabschiedet. Heiße Debatten blieben aus - stattdessen waren in der Runde nur zufriedene Gesichter zu sehen. Alle Fraktionen zollten Bürgermeister Jürgen Reinhard (CSU) und der Verwaltung ihr Lob.

Reinhard ging in der Sitzung nochmals auf die wesentlichen Zahlen ein, de sich durch Korrekturen teilweise geändert hatten (wir berichteten am Dienstag). Die Bilanzsumme 2010 betrage 45,7 Millionen Euro mit einer Eigenkapitalquote von 70 Prozent, welche unter Hinzurechnung der Sonderposten sogar auf rund 91 Prozent steige. Die Finanzrechnung 2011 sei um gut 530 000 Euro besser ausgefallen als angesetzt. Das kalkulierte Minus von 1,24 Millionen Euro sei nach den vorliegenden Zahlen auf ein Minus von gut 716 000 Euro gesunken.
Mit einem Überschuss von rund 8,3 Millionen Euro (inklusive knapp 4,6 Millionen Euro Verwahrgeld aus der Baumaßnahme Rüttelweg) geht die Gemeinde ins laufende Haushaltsjahr. Für 2012 sind die weitere Erschließung des neuen Gewerbegebietes und mit dem Krippenneubau, dem Mensaneubau (jeweils rund 1,7 Millionen Euro) und dem Rathausumbau (1,3 Millionen Euro) drei neue Großprojekte geplant.
Diese könne man ohne Neuverschuldung realisieren, so Reinhard: »Wir schwimmen zwar nicht im Geld, können aber unseren Aufgaben nachkommen.« Im Vergleich zu anderen Landkreisgemeinden stehe Niedernberg gut da.
»Wir sind für zukünftige Aufgaben gerüstet« stellte Volker Goebel (CSU) fest und lobte die Arbeit von Bürgermeister und Verwaltung. Die Gemeinde habe eine grundsolide Finanzplanung und investiere in Jugend, Senioren, Sicherheit und Industrie. Im neuen Gewerbegebiet sieht Goebel auch eine neue Finanzquelle für die Kommune. Jürgen Klement (FW) sieht im Haushalt 2012 eine konsequente Fortsetzung der vergangenen Jahre und ein verantwortungsbewusstes Handeln von Bürgermeister, Verwaltung und den politischen Gremien.
Höhere Steuer für Zweithunde?
»Wir haben in den vergangenen Jahren viel investiert« stellt Kurt Höhn-Schüßler (SPD) fest. Er regte an, die Hundesteuer für Zweithunde zu erhöhen, um zusätzliche Einnahmen zu schaffen. Auch Siegmar Buhler (Imun) schloss sich den lobenden Worten der anderen Fraktionssprecher an. Bei der angesetzten Gewerbesteuer von 2,5 Millionen Euro seien die zukünftigen Steuereinnahmen von Gries-Deco noch nicht berücksichtigt, die Gemeinde könne aber auch so ihre Aufgaben erledigen.
Die Grundsteuerhebesätze A und B (jeweils 300 Prozent) und der Gewerbesteuersatz (320 Prozent) bleiben nach dem Beschluss des Gemeinderates unverändert. Auch der Bilanz 2010 sowie dem vorläufigen Ergebnis der Finanzrechnung 2011 erteilten die Ratsmitglieder ihre Zustimmung.
Ralf Hettler

Main Echo 27.04.2012


 

Seit über zehn Jahren keine Neuverschuldung

Investition vor allem in Gewerbegebiet Rüttelweg

Haushalt 2011: Heute beschließt der Gemeinderat den Finanzfahrplan

Niedernberg
 Auch wenn immer wieder größere Bauvorhaben umgesetzt werden nimmt in Niedernberg die Verschuldung immer weiter ab. Den Haushaltsplan 2012 will der Gemeinderat in seiner Sitzung am heutigen Dienstag ab 20 Uhr im Rathaus verabschieden. »Seit mehr als zehn Jahren wurden keine neuen Kredite aufgenommen, sondern die Verschuldung kontinuierlich abgebaut«, so Kämmerer Siegfried Kunkel. 

Steuererträge gestiegen
Die Haushaltslage der Gemeinde Niedernberg könne nach dem Vorliegen der Zahlen aus 2010 als »sehr gut« bezeichnet werden. Hier wurde ein Überschuss von fast 4,46 Millionen Euro erwirtschaftet. Die Steuererträge sind abermals gestiegen. 
Auch wenn für die kommenden Jahre wegen der allgemeinen Finanzkrise nicht mit einer Steigerung der Erträge gerechnet werden kann, so geht der Kämmerer aus heutiger Sicht davon aus, dass weiter ausgeglichene Haushalte vorgelegt und alle notwendigen Investitionen getätigt werden können. Der Ergebnishaushalt inklusive aller kalkulatorischer Kosten weist einen Überschuss von 148 527 Euro aus. Die Haupteinnahmen aus der Gewerbe- und der Einkommensteuer sind stabil. Der Anstieg der Kreisumlage wurde durch Rückstellung aufgefangen. Aus den Grundstücksgeschäften der Erschließung Rüttelweg ergibt sich ein deutliches Plus bei der Grunderwerbsteuer.
Die Einkommensteuer ist mit 2,1 Millionen Euro angesetzt und damit auch in diesem Jahr wichtigste Einnahmequelle, ihr Anteil am Gesamtsteueraufkommen beträgt rund 43 Prozent (2010: 2,05 Millionen Euro). Kaum geringer ist die Gewerbesteuer, aus der zwei Millionen Euro (2010: 2,33 Millionen Euro) erwartet werden. Die Grundsteuer ist mit 600 000 Euro (2010: 607 143 Euro) eingerechnet.
Mit den Steuerhebesätzen von 300 bei der Grundsteuer A und B, sowie 320 bei der Gewerbesteuer liegt Niedernberg weit unter dem Landesdurchschnitt. Die Steuerkraft der Gemeinde für das aktuelle Jahr stieg um rund 19,16 Prozent. Die derzeitige Steuerkraft beträgt fast 5,1 Millionen Euro (1030 Euro je Einwohner), womit Niedernberg im Landkreis auf Platz 3, im Regierungsbezirk auf Platz 15 um im Land auf Rang 111 liegt und sehr gut positioniert ist. Durch die höhere Steuerkraft in diesem Haushaltsjahr erhöht sich allerdings auch die Kreisumlage auf 2,34 Millionen Euro (Vorjahr: von 1,89 Millionen Euro).
Lohnende Grundstücksgeschäfte
Als größte Posten innerhalb der Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen sind der Bauunterhalt mit 476 150 Euro, Strom mit 100 600 Euro, Heizkosten mit 81 000 Euro und sonstige Aufwendungen für Dienstleistungen mit 239 201 Euro aufgeführt. Der Finanzplan sieht unter anderem Einzahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit in Höhe von fast 7,86 Millionen und aus der Investitionstätigkeit von 12,64 Millionen Euro vor.
Der Investitionsschwerpunkt liegt 2011 besonders bei der Umlegung des neuen Gewerbegebiets Rüttelweg. Der Grundstückserwerb liegt bei knapp zwölf Millionen Euro. Hinzu kommen die Erschließungskosten für die gemeindeeigenen Grundstücke in Höhe von 1,4 Millionen Euro, die jedoch in diesem Jahr nicht komplett zum Tragen kommen. Aus dem Grundstücksverkauf an Gries Deco erlöst die Gemeinde rund 9,3 Millionen Euro. Aus der Gesamtmaßnahme bleibt der Gemeinde ein vorläufiges Defizit von rund drei Millionen Euro, zugleich jedoch auch Grundstücke im Wert von etwa fünf Millionen Euro.
Der Neubau der Römerstraße schlägt mit 500 000 Euro zu Buche. Für die Sanierung und Erweiterung des Rathauses sind rund 200 000 Euro in 2011 vorgesehen - weitere 800 000 Euro werden hier in 2012 anfallen. Weiterhin sollen rund 155 000 Euro in den Ausbau und die Verbesserung der Breitbandinfrastruktur investiert werden, wobei hier ein Zuschuss von etwa 100 000 Euro zu erwarten ist.
Die Gemeinde Niedernberg verfolgt seit mehreren Jahren konsequent das Ziel des Schuldenabbaus. Mit knapp zwei Millionen Euro soll 2011 der niedrigste Stand seit Jahren erreicht werden. 

Main Echo 24.04.2012  Ralf Hettler


 

»Warum kommt nur Imun zu Wort?« 

Rüttelweg: Johannes Nilles kritisiert Bericht vom 5. April

 

Niedernberg Der Niedernberger CSU-Fraktionssprecher Johannes Nilles hat den Artikel »Neues Industriegebiet - Bedenken und Hoffnungen« in unserer Ausgabe vom 5. April als einseitig kritisiert. Er wundere sich, dass nur der Sprecher der Imun zu Wort komme, nicht aber die Fraktionsvorsitzenden von CSU, FW und SPD. Immerhin, so Nilles, sei der Bürgermeister noch gefragt worden. Der Ausgang des Ratsbegehrens 2011 zeigt nach Nilles’ Auffassung deutlich, dass die Niedernberger Bevölkerung das neue Gewerbegebiet Rüttelweg gewollt und sich damit »eindeutig« auch für die dauerhafte Ansiedlung von Gries Deco Company entschieden habe. Noch überwältigender habe sich der Gemeinderat vorher für dieses Gebiet ausgesprochen. »Man soll Minderheiten nicht vernachlässigen«, erklärt der CSU-Mann, »aber Mehrheiten in der Presse einfach untergehen zu lassen, ist auch nicht fair«. Nilles verweist darauf, dass das Gewerbe in Niedernberg »schon immer« im Westen angesiedelt war. »Unsere Erholungsgebiete liegen schon seit Jahren im Norden (Tannenwald und Obstanlage), Süden (Badestrand, Hotel und Seen) und im Osten (am Main).« Viele Niedernberger treffe man genau in diesen Gebieten beim Joggen, Walken, Wandern oder einfach nur Spazierengehen: »Kaum einen sah man jedoch - vor Gries Deco Company - im Rüttelweg.«

Scharf kritisiert der CSU-Politiker die Gruppe Imun dafür, dass sie in der Gemeinde immer mehr Betreuung mit bezahlten Vollzeitstellen fordere, sich aber keine Gedanken darüber mache, woher das Geld kommt. Genau dies hätten CSU, FW und SPD bei der Grundsatzfrage »Neues Gewerbegebiet Rüttelweg« getan. 

red 

Main Echo 16.04.2012 


 Neues Industriegebiet: Bedenken - Hoffnungen

 

Rüttelweg: Belastete Natur kontra neue Arbeitsplätze 

Niedernberg Mit Blick auf den Baufortschritt sehen die Projektkritiker nicht nur ihre eigenen Bedenken gegen das Logistikzentrum sich bewahrheiten. »In der Bevölkerung hören wir immer häufiger Aussagen wie ›So groß haben wir uns das nicht vorgestellt‹ und ›Wenn wir das gewusst hätten …‹«, sagt Siegmar Buhler, Gemeinderat und Sprecher der Initiative Mensch Umwelt Niedernberg (Imun). 

Vielen Einwohnern werde so langsam klar, welche Dimensionen dieses Logistikzentrum bekommt und welche »Landschaftsverschandelung« damit einhergehe. Man könne feststellen, dass die Sonne im benachbarten Gewerbegebiet merklich früher untergeht. Buhler: »Niedernberg kann künftig mit dem Zusatz ›hinter der Sonne‹ oder wahlweise ›hinter dem Hochregallager‹ genannt werden.«
Problematisch bewertet er auch die zu erwartende Verkehrsbelastung, denn: »Die vorgesehene Ampellösung für den Anschluss des Gewerbegebietes an die Kreisstraße wird unserer Meinung nach nicht tragfähig sein.«
Zufrieden mit dem Baufortschritt bei Gries Deco sowie mit der Erschließung des gesamten Industriegebiets »Rüttelweg« äußert sich hingegen Niedernbergs Bürgermeister Jürgen Reinhard. Er ist sich sicher: »Der aus dem Gewerbegebiet abfließende Verkehr wird durch einen leistungsfähigen Knotenpunkt an die Staatsstraße gegenüber der bestehenden Aral-Tankstelle angebunden.« Dies werde den direkten Verkehrsfluss auf kürzestem Weg zur B 469 gewährleisten.
Bezüglich des Naturschutzes weist Reinhard darauf hin, dass die für das Gebiet Rüttelweg nötigen Ausgleichsflächen, vor allem mit Streuobstnutzung als Lebensraum für den Steinkauz, im ersten Abschnitt hergestellt sind. Biotop für Kreuzkröte und Kiessteilwand für Uferschwalben folgten.
Und: Für die rund 20 neu geschaffenen, gemeindeeigenen Gewerbegrundstücke hätten sich zahlreiche Interessenten gemeldet. Die Gemeinde könne attraktive Betriebe im Hinblick auf Zukunftsfähigkeit und Schaffung neuer Arbeitsplätze auswählen. bam 

Hintergrund: Geschichte der Gries Deco Company

Mit der »Fabrikation von künstlichen Früchten und Christbaumschmuck«legten Oskar und Maria Gries 1948 in Schöllkrippen den Grundstein für das heutige Unternehmen. 1969 übernahmen Sohn Michael und dessen Frau Monikadie Geschäftsführung, EnkelChristian Gries (Jahrgang 1971) trat 1993 in das Familienunternehmen ein. Dieser gründete 1995 in Aschaffenburg den ersten Laden »Das Depot«2003 zog die Gries Deco Company mit ihrem Firmensitz nach Niedernberg um. 2008 betrug der Firmenumsatz bei damals rund 150 Depot-Shops 85 Millionen Euro. 2009 erwarb der Schweizer Handelskonzern Migros 49 Prozent der Firmenanteile, inzwischen hält er 51 Prozent. Die Zahl der Depot-Läden hat sich auf inzwischen rund 340 erhöht, die Zahl der Filialmitarbeiterwird bis Ende dieses Jahres laut Prognose der Geschäftsführung auf 4200 ansteigen. Der Antrag, auf Niedernberger Gemarkung ein neues Logistikzentrum errichten zu dürfen, hatte 2010 in der Bevölkerung heftige Diskussionen ausgelöst. In einemBürgerentscheid gab Ende November 2010 eine rund 60-prozentige Mehrheit der Niedernberger grünes Licht, das notwendige Gewerbegebiet »Rüttelweg« einzurichten. Am 12. September 2011 wurde symbolisch erster Spatenstich für das Logistikzentrum getan.

(bam) (M. Bachmann) 

 Main Echo 4.5. 04.2012

siehe: Aktuell 



Focus 13 / 2012

 

 


 

Mensa und mehr Platz für Betreuung

Gemeinderat: Niedernberger Grundschule soll fit für zukünftige Aufgaben werden - Aufzug für barrierefreien Zugang

Niedernberger Grundschule Mit seinem Grundsatzbeschluss hat sich der Niedernberger Gemeinderat am Dienstag für einen Mensa-Neubau ausgesprochen. Außerdem soll die Mittagsbetreuung bedarfsgerecht erweitert und ein Aufzug eingebaut werden, um den barrierefreien Zugang in der Grundschule sicherzustellen.
Selbst kochen oder liefern lassen?

Seit September 2011 sei Mittagsbetreuung für Kinder der ersten vier Jahrgangsstufen mit der Gemeinde als Träger im Anbau der Grundschule untergebracht, sagte Bürgermeister Jürgen Reinhard. Es sei anzustreben, dass die Kinder nicht in den gleichen Räumen zu Mittag essen, die zur Mittagsbetreuung als Gruppen- und Hausaufgabenzimmern genutzt werden. Als Lösung beurteilte Reinhard den Anbau eines Mensagebäudes auf dem Schulgelände als geeignet. Außerdem plädierte er dafür, diese nicht mit einer Warmhalte- oder Regenerations-, sondern mit einer Zubereitungsküche auszustatten. In Trägerschaft der Gemeinde oder eines beauftragten Dritten könnte diese auch die anderen Einrichtungen zur Kinderbetreuung in der Gemeinde mit versorgen. Im Alltag habe sich gezeigt, so der Bürgermeister, dass zusätzlich ein »Tobe-Raum« und ein »Ruhe-Raum« eingerichtet werden sollten, was im Keller möglich wäre.
Im Zuge des Mensa-Anbaus sollte die Mittagsbetreuung bedarfsgerecht ausgebaut, die bestehenden Räume um eine Wartezone für Eltern, eine Garderobe für Bücherranzen, ein Leitungsbüro, einen Sozialraum für die Mitarbeiterinnen und einen Abstellraum für Material und Spielgeräte erweitert werden. Zudem sollte mit Blick auf die Entwicklung der Schule mit angestrebter Inklusion auch gleich ein Aufzug installiert werden, um das Obergeschoss barrierefreie auch für Rollstuhlfahrer zu erschließen.
Entgegen den bisherigen Baukosten von knapp einer Million Euro für den reinen Mensabau müssten für das erweiterte Konzept rund 1,5 Millionen Euro angesetzt werden, meinte Bürgermeister Reinhard.
Zuschüsse? - Fehlanzeige!
Auf entsprechende Nachfrage von Johannes Nilles (CSU) erklärte der Bürgermeister, das Projekt könne über den gemeindlichen Haushalt ohne Fremdkapital finanziert werden. Dann gehe aber vorerst nichts mehr an weiteren Großprojekten. Hoffnung auf finanzielle Hilfe in Form von Zuschüssen, nach denen Alexander Hans (FW) fragte, konnte Reinhard nicht machen. Das Vorhaben müsste ohne Fördermittel umgesetzt werden.
»Qualität vor billig«, hielt Luise Faruga (CSU) bezüglich der Zubereitungsküche als die beste Variante, während sich Manfred Sickenberger (CSU) dagegen aussprach, dass selbst gekocht wird. Bürgermeister Reinhard betonte, dass Preis und Qualität stimmen müssten: »Wenn´s nicht schmeckt, wird’s nicht angenommen«. Volker Goebel (CSU) vertritt die Ansicht, man sollte einen fachkundigen Betreiber einsetzen. Dass durch das erweiterte Projekt mehr Platz für die Mittagsbetreuung geschaffen werde und man in die Zukunft investiere, bezeichnete Siegmar Buhler (Imun) als »tolle Sache«. Auch Rudi Hartlaub (FW) sicherte seine volle Unterstützung zu.
Bei zwei Gegenstimmen (Alexander Hans und Manfred Sickenberge) wurde der Grundsatzbeschluss für eine Zubereitungsküche mehrheitlich gefasst. Die bedarfsgerechte Erweiterung der Mittagsbetreuung und der barrierefreie Zugang wurden einstimmig beschlossen. Nun sind die Planer gefordert, in den kommenden Monaten detaillierte Pläne zu erarbeiten und dem Gremium zur endgültigen Entscheidung vorzulegen.

Text: Ralf Hettler, Main Echo 29.03.2012

 

 siehe: Aktuell


Filigraner Stahlkoloss: Gries Deco Logistikzentrum wächst

Niedernberg Ein echter Hingucker ist er zweifellos, der Rohbau des neuen Logistikzentrums der Gries Deco Company in Niedernberg. Die beiden bis zu 35 Meter hohen und 160 Meter langen Stahlgerippe direkt neben der B 469 werden schon bald das gesammelte Angebot an Dekorationsartikeln für Raumausstattung bergen, die in den derzeit rund 340 Depot-Läden in Deutschland und Österreich angeboten werden. Im September vergangenen Jahres war der erste Spatenstich für das gigantische Projekt.

Im kommenden November soll zunächst das Hochregallager (rechts), das als eines der größten seiner Art in Deutschland gilt, in Betrieb gehen. Im Februar 2013 wird dann der Gebäudekomplex für die Kommissionierung (links) folgen. In diesen ersten Bauabschnitt investiert die Gries Deco GmbH insgesamt rund 110 Millionen Euro. Weitere 50 Millionen Euro sind für das neue Verwaltungsgebäude veranschlagt, das zwischen den beiden Hochregallagern bis spätestens 2017 fertiggestellt sein soll. 

bam/Foto: Martin Bachmann , Main Echo 31.03.2012, Gries Deko Company


 

Hohe Erwartungen an Gauck

Bundesversammlung: Wahl schon im ersten Durchgang erwartet - Parteien entsenden auch einige Prominente

Berlin vor der Wahl des Bundespräsidenten Große Erwartungen begleiten Joachim Gauck auf seinem Weg in das Amt des Bundespräsidenten. 59 Prozent der Bürger denken, dass es dem parteilosen Theologen nach der als sicher geltenden Wahl am Sonntag gelingen wird, Vertrauen in die Politik zurückzugewinnen. 33 Prozent sind allerdings der Meinung, dass er dies nicht schaffen wird. Das ergab der »Deutschlandtrend« von Infratest.

Der 72-Jährige ist der gemeinsame Kandidat von CDU, CSU, SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grüne, die zusammen auf 1100 Sitze in der 1240 Mitglieder umfassenden Bundesversammlung kommen. Auch die bayerischen Freien Wähler (zehn Stimmen) wollen Gauck wählen. Damit zeichnet sich eine Zustimmung von rund 90 Prozent bereits im ersten Wahlgang ab.
Gauck müsse dem Amt, »das schwer beschädigt worden ist, wieder Würde und Respekt geben«, sagte die Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Claudia Rot, in einem Interview mit unserer Zeitung. Gauck werde der Demokratie in Deutschland »Glanz verleihen«: Er sei ein »leidenschaftlicher Demokrat, der den Wert demokratischer Beteiligungsrechte kennt und für diese auch zu kämpfen bereit ist«.
Auch die Wirtschaft setzt große Hoffnungen in den früheren evangelischen Pastor aus dem Osten. »Er ist ein Fürsprecher der sozialen Marktwirtschaft«, sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Hans Heinrich Driftmann, »Handelsblatt Online«.
Bei der Bundesversammlung am Sonntag wird Gauck zunächst auf der Ehrentribüne im Reichstag sitzen. Erst wenn er gewählt ist, soll er in den Plenarsaal herunter kommen. Die von der Linken aufgestellte Gegenkandidatin Beate Klarsfeld sitzt dagegen gleich in den Reihen der Linken-Delegierten, zu denen sie selbst gehört.
Die Linke hofft dabei auf Stimmen für ihre Kandidatin auch aus anderen Parteien. »Frau Klarsfeld tritt nicht als eine Frau an, die die Politik der Linken vertritt, sondern als eigenständige Persönlichkeit«, sagte Ex-Parteichef Oskar Lafontaine.
Gauck selber kündigte an, als Bundespräsident ein »Mutmacher« und »Demokratielehrer« sein zu wollen. > Seite 4 fer/dpa 

Hintergrund: Wahlleute aus unserer Region

Das sind die Wahlleute aus unserer Region:
Die Bundestagsabgeordneten Norbert Geis (Kleinkahl, CSU), Wolfgang Zöller (Obernburg, CSU), Alois Gerig (Hundheim, CDU), Heinrich L. Kolb (Babenhausen, FDP), Sascha Raabe (Hanau, SPD), Susanne Kastner (Bad Kissingen, SPD) und Klaus Ernst (Schweinfurt, Linke). Für den bayerischen Landtag Peter Winter (Waldaschaff, CSU), Eberhard Sinner (Lohr, CSU), Barbara Stamm (Würzburg, CSU), Harald Schneider (Karlstadt, SPD) Volkmar Halbleib (Würzburg, SPD) und Hans Jürgen Fahn (Erlenbach am Main, Freie Wähler). Für den hessischen Landtag Aloys Lenz (Hanau, CDU), Rolf Müller (Gelnhausen, CDU), Petra Roth (OB Frankfurt, CDU) und Jochen Partsch (OB Darmstadt, Grüne). Für den baden-württembergischen Landtag Peter Hauk (Adelsheim, CDU) und Georg Nelius (Mosbach, SPD). (re) 

Main Echo 16. 03. 2012 


Kein Stühlerücken in den Rathäusern

Amtsinhaber Jürgen Reinhard (CSU) in Niedernberg und Peter Maurer (FWG) in Sulzbach bestätigt

Bürgermeisterwahlen Jürgen Reinhard (CSU) ist und bleibt Bürgermeister in Niedernberg. Mit eindrucksvoller Mehrheit haben ihm die Bürger gestern das Vertrauen ausgesprochen. Gegen 18.40 Uhr gab Wahlleiter und stellvertretender Bürgermeister Jürgen Klement das vorläufige Endergebnis bekannt.

NIEDERNBERG. Jürgen Reinhard (CSU) ist und bleibt Bürgermeister in Niedernberg. Mit eindrucksvoller Mehrheit haben ihm die Bürger gestern das Vertrauen ausgesprochen. Gegen 18.40 Uhr gab Wahlleiter und stellvertretender Bürgermeister Jürgen Klement das vorläufige Endergebnis bekannt. Demnach entfielen auf den Amtsinhaber 69,58 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen. Sein Gegenkandidat Peter Reinhard (Freie Wähler) erreichte 30,42 Prozent.
»Ein gigantisches Ergebnis«
3861 Niedernberger konnten bei der Bürgermeisterwahl am Sonntag ihre Stimme abgeben, 2515 Bürger machten von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Damit lag die Wahlbeteiligung bei stattlichen 62,85 Prozent.

Für Amtsinhaber Jürgen Reinhard stimmten insgesamt 1750, für Mitbewerber um das höchste Amt im Rathaus Peter Reinhard votierten 765 Niedernberger.
»Ein gigantische Ergebnis«, gab der wiedergewählte Amtsinhaber seiner Freude bei der Bekanntgabe spontan Ausdruck. Die Erleichterung über den Wahlausgang war ihm deutlich anzumerken. Angesichts der zukunfts-weisenden Themen in jüngster Zeit in der Gemeinde freue er sich vor allem über das Vertrauen, das ihm eine breite Mehrheit der Einwohnerschaft ausgesprochen habe. Und er versprach: »Nun geht es motiviert weiter, wie’s die Niedernberger von mir gewohnt sind.«
»Man kann mit dem durchaus Ergebnis zufrieden sein«, zog Gegenkandidat Peter Reinhard erste Bilanz. Er dankte allen, die ihn unterstützt und gewählt haben. Erst im Januar sei er als Kandidat der Freien Wähler nominiert worden; daher sei der Wahlkampf kurz, aber fair gewesen. Für ihn gelte es nun, im Ort bekannter zu werden, betonte Peter Reinhard, denn: »Nach der Wahl ist vor der Wahl.«? 

(Martin Bachmann) 

Main Echo, 5. März 2012 


Niedernberg »Santa Isabella« lautet der Name des nun in Bau begriffenen Seniorenzentrums in Niedernberg. In rund zwölf Monaten sollen die ersten Bewohner einziehen können. Das teilte Betreiber Claudius Schrenk mit. Gemeinsam mit Bürgermeister Jürgen Reinhard und Investor Jürgen Braun gab er am Donnerstag in der Pfarrer-Seubert-Straße mit der Enthüllung des Bauschildes den Startschuss für den Neubau.

Durchhaltevermögen und Hartnäckigkeit hatte der Niedernberger Gemeinderat bei der Realisierung bewiesen. Bereits 2004 war bei einer Zukunftswerkstatt das Projekt Seniorenheim mit betreutem Wohnen als Zukunftsaufgabe definiert worden. Da die Bevölkerung das Vorhaben mit einer positiven Grundeinstellung begleitete, sollte bereits 2009 die Umsetzung folgen, was jedoch scheiterte. Trotzdem zog der Gemeinderat weiter an einem Strang, bis zum Jahreswechsel alle Voraussetzungen geschaffen waren.
Die knapp 150 Bürger, die den offiziellen Baubeginn verfolgten, unterstrichen das Interesse, das die Bevölkerung an der Senioreneinrichtung hat. Viele ihrer Fragen wurden nach der Vorstellung des Projekts in der Schulturnhalle in persönlichen Gesprächen mit dem Betreiber geklärt.
Reinhard: »Ein Meilenstein«
»Das Seniorenzentrum ist ein Meilenstein für unseren Ort« betonte Bürgermeister Jürgen Reinhard. Das Angebot sei in Anbetracht der demografischen Entwicklung immens wichtig. Favorisiert habe man Wohngruppengemeinschaften mit einer separaten Wohnanlage, wobei die Möglichkeit gegeben ist, alle Angebote der benachbarten Pflegeeinrichtung zu nutzen.
Seinen Dank sprach Bürgermeister Reinhard den Grundstückseigentümern aus, die ihre Flächen zur Verfügung gestellt hatten, sowie den Nachbarn, die bei der Entwicklung des Bebauungsplanes kooperativ gewesen seien. Betreiber Schrenk, der mit Bauunternehmer Jürgen Braun in den kommenden zwölf Monaten das Projekt umsetzen wird, freute sich über die bereits jetzt vorhandene, enorme Resonanz in der Bevölkerung.
Vier Wohngruppen
Das Niedernberger Seniorenzentrum besteht aus zwei Gebäudetrakten, unter deren Dächern sich zum einen die eigentliche Pflegeeinrichtung und zum anderen das pflegenahe Wohnen befindet. Insgesamt werden in der dreigeschossigen Pflegeeinrichtung vier Wohngruppen mit insgesamt 58 Plätzen eingerichtet.
Im Erdgeschoss soll ein »zentraler Marktplatz« entstehen, außerdem ein Restaurant. Damit soll ein Treffpunkt für Jung und Alt geschaffen werden, der den Senioren auch Möglichkeiten zum Feiern eröffnet. Eine Dachterrasse dient ebenfalls der Entspannung. Neben den Einzelzimmern in den Hausgemeinschaften gibt es Apartments, die beispielsweise von Ehepaaren belegt werden können.
Die Anlage für das pflegenahe Wohnen beherbergt zwölf Wohneinheiten, die jeweils über einen Balkon verfügen. Die Angebotspalette reicht von der ambulanten bis zur vollstationären Versorgung in den eigenen vier Wänden. Ralf Hettler

Zahlen und Fakten: Seniorenwohnanlage

Rund 7,8 Millionen Euro werden in die zukünftige Seniorenwohnanlage in Niedernberg investiert. Auf dem etwa 6000 Quadratmeter großen Areal entstehen zwei Gebäude mit 58 Plätzen in der Pflegeeinrichtung und 12 Wohnungen im pflegenahen Wohnen. Die Nutzfläche beträgt rund 4000 Quadratmeter, auf denen sich rund 90 Mitarbeiter um das Wohl der Bewohner kümmern sollen. (rah)

Hintergrundinfos

Iinsamt 58 Plätze soll die Pflegeeinrichtung in Niedernberg aufnehmen, die der Planentwurf des Architekturbüros Braun (Laar) zeigt. Fotos: Ralf Hettler

 Main Echo 25.02.2012

 

 


 

 

»Impulsgeber und Motor«

Wahlkampf: Beim politischen Aschermittwoch bilanziert Niedernbergs Bürgermeister Jürgen Reinhard (CSU) zwölf Jahre Arbeit im Rathaus

Niedernberg Zupackend und pragmatisch präsentierte sich Jürgen Reinhard (CSU) beim politischen Aschermittwoch im Sportheim. Der 44-Jährige möchte am 4. März als Bürgermeister wiedergewählt werden. Nachdem die etwa 50 Besucher der Veranstaltung alle mit Sahnehering und Getränken versorgt waren, warb Reinhard für sich mit dem, was er und der Gemeinderat in zwölf Jahren erreicht haben. Später resümierte er:

 

Wahlkampf: Nach Sahnehering oder Kräuterquark zog Niedernbergs Bürgermeister Jürgen Reinhard beim politischen Aschermittwoch eine Bilanz seiner Arbeit. Foto:Robert Tschöpe

»Im Schweinsgalopp habe ich die wichtigsten Punkte dargestellt.«
Sachorientierte Arbeit
Mit dem Flyer in der Hand hatte er zuvor in knapp einer Stunde vorgestellt, »um was wir uns als Gemeinde kümmern«. Er freute sich, dass die Umsetzung vieler Aufgaben »im Ort oft auf große Zustimmung« stoße, lobte die sachorientierte Arbeit im Gemeinderat, die erst die Umsetzung großer Projekte ermögliche. »Klein-Klein gibt es in Niedernberg nicht. Bei uns gibt es keine Schlagzeilen für die Presse. Ich ziehe die sachliche Arbeit vor.«
Jüngste Gemeinde im Kreis
Mit Blick auf Investitionen in Kinderbetreuungseinrichtungen hob Reinhard hervor, dass Niedernberg von der Altersstruktur her die jüngste Gemeinde im Landkreis Miltenberg sei und entgegen dem Trend in anderen Orten eine »relativ stabile Geburtenrate« habe. Gestellt seien die Weichen für eine neue, viergruppige Krippe, mit der nicht nur auf die geänderten Familienstrukturen reagiert, sondern auch mit dem Unternehmen Gries Deco Company zusammengearbeitet werde. Im Frühjahr nächsten Jahres könne die Krippe bezogen werden, die auch in energietechnischer Hinsicht eine »Vorzeigeeinrichtung« werde.
Entwicklungssprünge
Die zentrale Lage und die gute Verkehrsanbindung haben zur Entwicklung der Gemeinde beigetragen. 2000 Arbeitsplätze vor Ort habe das gebracht, so Reinhard. Ohne die vierspurige Bundesstraße, die Niedernberg mit Autobahn und Flughafen verbindet, wären die Zustände im Ort wie vor 30 Jahren, sagte der Bürgermeister. Diese »Entwicklungssprünge« seien jedoch nur durch die dazugehörige Infrastruktur möglich, die jedoch Geld koste. Stückchenweise habe die Gemeinde die Strukturen erweitert. »Wir können da am Ball bleiben, weil wir die Einnahmen haben.«
Mit Blick auf das Gewerbegebiet Rüttelweg hob Reinhard den Bürgerentscheid als »richtigen Weg« hervor, sprach von »Bürgernähe« und davon, »den Bürger in die Verantwortung zu nehmen«. Die Gemeinde selbst besitze auf der Fläche fünf Hektar, für die es bereits viele Interessenten gebe.
Weiteres Thema war die Breitbandversorgung. Nachdem man selbst 2008 gemeinsam mit den Betrieben eine beschleunigte Datenübertragung ins Gewerbegebiet gebracht habe, begännen ab März die Arbeiten für den Rest des Gemeindegebiets, indem Glasfaserkabel in die Leerrohre eingezogen werden.
Den geplanten Rathausumbau bezeichnete Reinhard als »umsetzbar zum vernünftigen Geld«. Das seniorenpolitische Konzept des Landkreises setze man soweit wie möglich um. Der Bürgermeister hob den Baubeginn des Seniorenheims am gestrigen Donnerstag hervor und gab zu: »Es geht bewusst morgen los, weil es auch viel Engagement von mir erfordert hat. Da warte ich nicht bis nach der Wahl, um das präsentieren zu können.«
Laut Jürgen Reinhard fühlen sich die Menschen in Niedernberg wohl. »Hier findet Entwicklung statt.« Es gebe ein Dorfleben, und alle zögen mit. Beim Thema Energie appellierte er, selbst den ersten Schritt zu tun und Energie einzusparen. Mit Blick auf die verschiedenen Techniken bei den erneuerbaren Energien wünscht er sich, »nicht auf jede Sache aufzuspringen«.
Ende des Chaos an den Seen
Reinhard erinnerte an die chaotischen Zustände an den Seen vor elf Jahren. Zugeparkte Straßen und vermüllte Ufer seien Vergangenheit. Das Areal habe sich zum Naherholungsgebiet gewandelt, »wo es sich lohnt, sich aufzuhalten«. Er sprach von einem »Riesenkraftakt«, die Zustände in den Griff zu bekommen. Geplant sei, gemeinsam mit dem Geonaturpark Bergstraße-Odenwald einen Themenweg anzulegen. Auch an einen Naturlehrpfad sei gedacht.
Im nächsten Jahr erhalte die Feuerwehr als Ersatzbeschaffung ein Fahrzeug im Wert von 430 000 Euro. »Alles kostet ein Schweinegeld. Wir haben's nicht… dicke, sondern gut gewirtschaftet«, freute sich der Bürgermeister über die Ergebnisse seiner Arbeit. Er hob die gesunde Struktur hervor, die erst durch die Einnahmen aus Einkommen- und Gewerbesteuer ermöglicht worden sei. Deshalb sei es auch möglich gewesen, trotz hoher Investitionen kontinuierlich Schulden abzubauen. Reinhard hob den Spaß hervor, den er an seiner Arbeit habe, bezeichnete sich als »Impulsgeber und Motor« und würdigte den Rückhalt, den er in der Gemeinde habe. »Wenn man nur rumeiert, kommt man nicht voran«, so sein Fazit nach zwölf Jahren im Amt.
Ein Scherz noch zum Abschluss: »Ich mache mir nichts vor. Ein Ergebnis wie 2006 erreiche ich nicht.« Damals war er der einzige Bewerber gewesen und hatte 97,53 Prozent der Stimmen erhalten. Am 4. März muss er die Stimmen mit Peter Reinhard von den Freien Wählern teilen.
In einer kurzen Diskussionsrunde wurde die Parkproblematik im Altort beklagt, die Reinhard als großes Ärgernis anerkannte. Doch erteilte er dem Vorschlag eine Absage, die Gemeinde hätte Grundstücke kaufen sollen, um Parkraum zu schaffen. Der Bürgermeister bezeichnete die Situation als »hausgemacht«, möchte mit der Kommunalen Verkehrsüberwachung für Ordnung (zugeparkte Gehsteige) sorgen und appellierte an die Hausbesitzer: »Macht das Hoftor auf und nutzt euren Stellplatz.«
»Vermurkste Ausführung«
Einer Meinung mit einem Beschwerdeführer war er hinsichtlich der »vermurksten Ausführung« der Hauptstraßengestaltung. Vielleicht lasse sich ein Vorschlag umsetzen, der vorsieht, dass sich die Linienbusse nicht mehr in Niedernberg treffen. Dazu müsste nur der Fahrplan etwas verändert werden, so die Anregung. Mit einem Schmunzeln und dem Satz »Ich hoffe, dass Sie wissen, was Sie an mir haben« endete Reinhards Resümee und Blick in die Zukunft.

Main Echo 24. Februar 2012 Robert Tschöpe

 


 

Das gigantische Gerippe des Hochregallagers wächst

Gries Deco Company: Über 60 Interessierte informieren sich bei Baustellenbesichtigung über das neue Logistikzentrum vor Niedernbergs Toren

Neues Lo­gis­tik­zen­trum am Nie­dern­ber­ger Orts­rand.

 Zum ersten Mal konnte die Bevölkerung am Samstag die Baustelle für das neue Logistikzentrum der Gries Deco Company am Niedernberger Ortsrand besichtigen. Ermöglicht wurde dies durch den Frost, der momentan einen Baustopp erzwingt. Projektleiter Martin Kötter führte die rund 60 Besucher aus nah und fern über das Gelände. Die Bautafeln geben Hinweise auf ein gigantisches Vorhaben: Auf der 15 Hektar großen Fläche werden im ersten Bauabschnitt 29 000 Quadratmeter bebaut, am Ende werden es 54 000 Quadratmeter sein.
Momentan sind als Baugerippe drei große Abschnitte zu erkennen: Drei Treppenhäuser markieren das Kommissionsgebäude, dahinter wächst das metallene Gerüst des Hochregallagers 40 Meter in die Höhe. Dazwischen liegt ein Hof mit einem bereits verschlossenen Verbindungstunnel, in dem mittels einer mit Wuppertal vergleichbaren Schwebebahn Waren zwischen Lager und Kommissionierung transportiert werden. Das Bürogebäude wurde baulich noch nicht begonnen, soll jedoch mit den bestehenden Gebäuden eine U-Form bilden und parallel zur Straße verlaufen.
Rund 100 Millionen Euro sind bereits in das Bauprojekt geflossen, am Ende werden voraussichtlich 160 Millionen Euro sein. Ebenso beeindruckend die technischen Daten: Hochregallager 1, das gerade im Bau ist, fasst 110 000 Paletten, das im Anschluss geplante Lager 2 weitere 90 000 Paletten. Der Bedarf für solche Mengen sei da, versicherte Kötter. Momentan werden bereits 165 000 Paletten gelagert, 110 000 davon in Niedernberg.
Gries Deco expandiert, hat 2011 allein 100 neue Filialen eröffnet und plant für 2012 weitere 80 Eröffnungen. 360 Filialen in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz werden dann von Niedernberg aus beliefert. Für die Gemeinde bedeutet dies: Zu Spitzenzeiten werden täglich bis zu 200 Lastwagen an- und abfahren und dabei bis zu 5000 Paletten umsetzen. Die Ein- und Ausfahrten werden laut Kötter koordiniert, um einer Überlastung, vor allem der Auffahrt zur B 469, zu vermeiden. Zwölf Lastwagenparkplätze im Einfahrtsbereich sollen Rückstaus vorbeugen. Im November 2012 ist ein Testlauf geplant, ab Februar 2013 soll mit dem Betrieb begonnen werden. Die Stammbelegschaft umfasst 350 Mitarbeiter, die Spitzen von bis zu 500 Mitarbeitern werden über Personaldienstleister abgedeckt.
Niedernbergs Bürgermeister Jürgen Reinhard erläuterte die Straßenführung durch das neue Industriegelände. Strommasten wurden erhöht oder werden unter der Erde verschwinden. Die Kanalarbeiten seien abgeschlossen, die Anbindung an die bestehende Kreisstraße 38 steht im Frühjahr an, die hierfür etwa einer Woche gesperrt werden müsse.

 

Main Echo 14.Februar 2012 Katharina Göbel

 


 

Reinhard: Das Rathaus im Dorf lassen

Bauausschuss: Niedernberger Verwaltungsgebäude soll saniert und modernisiert werden - Freie Wähler beantragen weitere Standortdiskussionen

Niedernberg Den aktuellen Stand der Planungen für den Umbau des Niedernberger Rathauses stellte Architekt Michael Lochner in der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am Dienstag vor. Seit rund zwei Jahren wird über die energetische Sanierung des Verwaltungsgebäudes diskutiert, das zugleich auf einen zeitgemäßen Stand gebracht werden soll - bisher einmütig.

Hintergrundinfos

Den Plänen des Architekten gemäß soll sich das Verwaltungsgebäude schon bald hell und modern präsentieren. Grafik: Michael Lochner

Nun legte Bürgermeister Jürgen Reinhard einen Antrag der Freien Wähler vor, in dem sie sich gegen das Projekt aussprechen.
Barrierefrei dank Aufzug
Laut Entwurf von Architekt Lochner soll unter anderem der Eingangsbereich umgebaut werden. Durch einen Windfang gelangt man in das Bürgerbüro, das mit vier Arbeitsplätzen im ehemaligen Feuerwehrhaus eingeplant ist. Das derzeitige Parterre sowie die Obergeschosse erreichen Besucher nach dem Umbau barrierefrei mit Hilfe eines Aufzugs. Auch an Behinderten-WC und zweiten Fluchtweg für die Obergeschosse über eine Außentreppe ist gedacht.
Die bestehenden Räume werden umgebaut (siehe Zahlen und Fakten), im bisher ungenutzten Dachgeschoss werden Besprechungszimmer, Trauraum und zwei weitere Büros eingerichtet. Nach den Entwürfen des Architekten würde sich die Nutzfläche um 224 auf insgesamt 784 Quadratmeter erweitern. Alleine im Dachgeschoss kämen 124 Quadratmeter hinzu.
Bei der Sanierung würden der bauliche Brandschutz, die Heizanlage samt Kamin und Dacheindeckung ertüchtigt. Die Fassade und das Dach sollen wärmegedämmt, die Fenster modernisiert werden.
Nur noch sieben Parkplätze
Die meisten Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses standen den Planungen positiv gegenüber. Rudi Hartlaub (FW) jedoch bemängelte, dass der Sandstein-Gewölbekeller nicht in die Planung eingezogen wurde. Er befürchtet Probleme mit der Feuchtigkeit, die derzeit mit Trocknungsanlagen zurückgehalten wird. Außerdem seien nur sieben Parkplätze vorgesehen. Sein Parteikollege Alexander Hans betonte, die Planung sei akzeptabel, wenn sie wie vorgestellt durchgezogen würde. Dennoch sollte auch geprüft werden, ob eine Nutzung der Hauptschule möglich wäre.
Mit Schreiben vom 12. Januar hatte bereits Peter Reinhard für die Freien Wähler die Aussetzung der Planung und Umsetzung der Rathaussanierung beantragt. Die erste Zielsetzung sei eine Sanierung im Rahmen des Konjunkturpakets II mit finanziellen Mitteln unter 500000 Euro gewesen. Bei dem nun diskutierten finanziellen Aufwand von über einer Million Euro sei das Verhältnis von Kosten und Nutzen der Rathaussanierung für die Freien Wähler nicht mehr gegeben.
Freie fordern Workshop
Durch den Umbau bei laufendem Geschäftsbetrieb würden Bürger und Mitarbeiter in nicht absehbarem Maße belastet, begründen die Freien ihren Antrag. Ein Aspekt der Sanierung, die nachhaltige Archivierung der schriftlichen Akten, werde mit dem derzeitigen Konzept nicht berücksichtigt. Im Verhältnis zum Investitionsvolumen sei der Gewinn an Bürofläche gering. Zudem werde die Parkplatzsituation am Rathaus verschlechtert.
Sie beantragen, die Planung der Rathaussanierung auszusetzen und in einem weiteren Workshop über die Anforderungen zu diskutieren, die künftig an den Rathausstandort gestellt werden. Dabei solle auch die Nutzung weiterer gemeindeeigener Gebäude wie Sandsteinschule und Hauptschule einbezogen werden.
Seit rund zwei Jahren befasse man sich mit dem Vorhaben, betonte Bürgermeister Jürgen Reinhard. Im Mai 2010 hatte der Gemeinderat 30 000 Euro für die Planung bewilligt, im Jahr darauf 200 000 Euro für den ersten Bauabschnitt eingeplant und für heuer weiter 800 000 Euro in den Finanzplan aufgenommen. In Sitzungen und von einer Arbeitsgruppe sei das Projekt seitdem vorangetrieben worden.
Rathaus ist »abgewohnt«
Reinhard verwies auf ein Organisationsgutachten, wonach das Rathaus nicht mehr den Anforderungen an einen modernen Dienstleistungsbetrieb entspricht. Dieses schlage auch vor, das ehemalige Feuerwehrhaus im Erdgeschoss zu Verwaltungsräumen umzubauen. Die Räume seien vor dem Krieg errichtet, der Anbau 1980 renoviert worden.
Das Gebäude sei »abgewohnt«, so Reinhard. Er nannte als Beispiele undichte Fenster, marode Fußböden und sanierungsbedürftige sanitäre Einrichtungen. Die Elektrik, vor allem die EDV-Installationen, entsprächen nicht mehr dem Stand der Technik. Energetische Maßnahmen am Rathaus seien nicht allein wegen der Vorbildfunktion, sondern auch aufgrund rechtlicher und wirtschaftlicher Aspekte überfällig.
Der Bürgermeister sprach sich auch deutlich gegen einen Umzug aus. Seit Jahrhunderten präge das Gebäude an der Rathausgasse als Niedernberger Verwaltungssitz auch das Ortsbild. Er plädierte dafür, diese Einrichtung mit zentraler Funktion auch Ortskern zu belassen. Eine Umnutzung beispielsweise der Hauptschule sei kurzfristig nicht möglich, da deren Flächen auch mittelfristig für den Schulverband benötigt würden. Flächen auf der »grünen Wiese« stünden ebenfalls zur Zeit nicht zur Verfügung. Bei zwei Gegenstimmen der Freien Wähler sprach sich der Ausschuss mehrheitlich dafür aus, das Projekt wie vorgesehen weiterzutreiben, und erteilten dem Baueingabeplan das Einvernehmen. Über den FW-Antrag auf Aussetzung soll der Gemeinderat in seiner Sitzung am 14. Februar entscheiden und dann gegebenenfalls den Bauantrag widerrufen.
Ralf Hettler

Zahlen und Fakten: Rathausumbau Niedernberg

Bei dem Umbau, der laut erster Schätzung knapp 1,13 Millionen Euro kosten würde, sollen auch neue Büro- und Nebenräume geschaffen werden. Insgesamt soll die Zahl der möglichen Arbeitsplätze laut Planentwurf auf 24 verdoppelt, dieBüroflächen um rund 110 auf 287 Quadratmeter erweitert und dieBesprechungsräume um 133 Prozent auf insgesamt 56 Quadratmeter vergrößert werden.
Ferner sollen das Verwaltungsgebäude für Gehbehinderte oder Besucher mit Kinderwägen barrierefrei umgestaltet und der Bürgerservice ausgebaut werden. (rah)

Main  Echo 15.02.2012

 


 

Niedernberg soll geplant weiterentwickelt werden

NIEDERNBERG.

 Gegen die Stimmen von Manfred Sickenberger (CSU) und Kurt Höhn-Schüßler (SPD) beschloss der Gemeinderat am Dienstag, einen Gemeindeentwicklungsplan auszuarbeiten. Abgestimmt wird das Vorgehen mit dem Planungsbüro HTWW. Von einem »großen Rad, was Mühe macht«, sprach Bürgermeister Jürgen Reinhard und nannte Erlenbach als Vorbild. Siegmar Buhler (Imun) bezeichnete den Plan als »guten Gedankengang«, hofft, dass »alles beleuchtet« wird, und wünscht sich einen Leitfaden, der als Handlungskonzept dient. Reinhard wünscht sich eine Liste »realisierbarer Einzelprojekte«. Alexander Wenzel (SPD) nahm Bezug auf die Zukunftswerkstatt (2003 und 2004) sowie den Workshop des Gemeinderats zum Flächennutzungsplan 2008 und »fände es gut, wenn wir das wieder aufleben lassen«. Volker Goebel (CSU) wünscht sich, den »Antrag Seitz nicht aus dem Auge zu verlieren.« Goebel bezog sich auf den Antrag von Edgar Seitz (Freie Wähler) vom November vergangenen Jahres, in dem der die Änderung des Flächennutzungsplans für Flächen am Hotelsee und in der Seegalerie gewünscht hatte. Seitz forderte am Dienstag, dass sein Antrag weder verwässert, noch auf die lange Bank geschoben werde. »Wir diskutieren schon seit 20 Jahren«, so sein Fazit. Der Bürgermeister entgegnete, dass es nicht um den Beschluss einer Diskussionsrunde gehe, sondern um einen Gesamtentwicklungsplan, der sehr umfangreich werden soll.

 

 rt/ Main Echo 16. Februar 2012


 

Das Rathaus bleibt im Dorf

Gemeinderat: Gegen drei Stimmen Umbau beschlossen - Diskussion über Antrag der Freien Wähler Niedernberg

Niedernberg Das Rathaus wird umgebaut. Gegen die Stimmen von Jürgen Klement, Edgar Seitz und Rudi Hartlaub (beide Freie Wähler) hat dies der Gemeinderat am Dienstag beschlossen. Zuvor war der Antrag der Freien Wähler (FW) erläutert und diskutiert worden, der den Beschluss zu Gunsten einer vollkommen neuen Planung aussetzen sollte.

Geschäftsleiter Franz-Peter Weiler erläuterte zunächst, dass man im Bauausschuss alle Gründe für und wider den Umbau aufgearbeitet und den Bauantrag bereits ans Landratsamt weitergeleitet habe. Folge man dem Antrag der Freien Wähler, »dann ist die Luft raus, und es dauert lange, bis die neue Planung steht«. Bürgermeister Jürgen Reinhard (CSU) brach eine Lanze für die Sanierung, da man auch bei den privaten Häuslebesitzern zum Sanieren rate.
Der Antrag der Freien Wähler, formuliert von den Vorsitzenden Peter Reinhard und Rudi Hartlaub, erinnerte daran, dass die energetische Sanierung und Erweiterung der Bürofläche zunächst weniger als 500 000 Euro hätte kosten sollen. Derzeit sei man bei geschätzten Kosten von 1,3 Millionen Euro. Ein Verhältnis der Kosten zum Nutzen sähen die Freien Wähler nicht mehr. Darüber hinaus würden bereits bekannte Probleme nicht gelöst.
Auch eine spätere Erweiterung bleibe so ausgeschlossen. Mit der Planung verschlechtere sich die Parkplatzsituation. Die Gruppierung regte an, in einem Workshop künftige Anforderungen zu diskutieren und sich auf die Suche nach einem Alternativstandort zu begeben. Erwähnt wurden Sandstein- und Hauptschule.
Mit dem Personal diskutiert
Franz-Peter Weiler informierte, dass mit dem Personal über das Thema Umbau diskutiert worden sei, da man sich der Probleme bewusst ist, die durch Handwerker im Haus bei laufendem Betrieb unweigerlich kommen werden.
Überzeugt zeigte er sich, dass die vor 32 Jahren im Anbau geschaffene Zentralregistratur noch für die kommenden 30 Jahre Platz biete, auch angesichts der Möglichkeit, auf eine digitale Speicherung zurückgreifen zu können. Zwar schlage sich in den Sommermonaten Kondenswasser an kalten Flächen nieder. Ein Modrigwerden der Akten verhindere jedoch ein Luftentfeuchter.
Die Mitarbeiterplätze verdoppelten sich nach dem Umbau auf 24, die Bürofläche steige von 180 auf 290 Quadratmeter. Ein neues Rathaus koste zwei Millionen Euro plus Abrisskosten von 200 000 Euro.
Erweiterungsflächen seien im Hof und an Stelle der ehemaligen landwirtschaftlichen Gebäude vorhanden. Zum Thema Parkplätze hob Weiler die Neuanordnung hervor, die einen Platz mehr ergab. »Parkprobleme haben wir tagsüber nicht.« Hinsichtlich eines Standortwechsels an die Hauptschule habe sich inzwischen das Schulamt zu Wort gemeldet und empfohlen, die Schule zu erhalten.
In der anschließenden Diskussion über den Antrag der Freien Wähler verteidigte Jürgen Klement (FW) diesen: »Wir haben dabei nicht an eine bewusste Verzögerung gedacht. Bei gewissen Kostensteigerungen sollten wir aber auch an Alternativen denken.«
Durch einen Workshop entstehe kein riesiger Zeitbedarf. Auch solle das Rathaus nicht zwangsläufig an anderer Stelle gebaut werden. Die Kosten, die für einen Neubau im Raum stünden, nannte er »nicht belastbar«.
Der Bürgermeister sieht die Kosten für den Umbau »noch voll in der Zahlenschiene« und glaubt nicht, dass durch weniger Schüler Klassenräume frei würden. Darüber hinaus sei die Schule 1964 gebaut worden, was in jedem Fall Sanierungskosten verursachen würde.
Rudi Hartlaub (FW) kritisierte, dass sich die Gemeindeverwaltung mit der großen Gaube über eigene Satzungen hinwegsetze. Er fragte, wie man das dem privaten Häuslebauer vermitteln solle? Die Kosten für einen Neubau habe Architekt Lochner im Mai vergangenen Jahres nicht auf zwei, sondern auf 1,56 Millionen Euro geschätzt.
Gegen Antrag der eigenen Fraktion
Zum Thema Gauben erklärte der Bürgermeister, dass man die Satzung bisher immer großzügig gehandhabt und im Einzelfall entschieden habe. Siegmar Buhler (Imun) freute sich, dass er endlich einmal alle Einzelpunkte zusammengefasst gehört habe. Volker Goebel (CSU) wunderte sich, da man die Punkte alle bereits im Bauausschuss und im Gemeinderat behandelt hatte.
Manfred Sickenberger (CSU) will »Kirche und Rathaus im Dorf lassen«. Alexander Hans (FW) gab zu, sich »seit 14 Tagen mit dem Thema herum zu quälen« , stellte die Frage nach einem Alternativstandort und stimmte gegen den Antrag seiner Fraktion und damit für den Umbau des Rathauses.
Robert Tschöpe

Main Echo 16. Februar 2012


 

100 Millionen Euro für 1. Bauabschnitt

Niedernberg In unserem Bericht über die Besichtigung der Baustelle des neuen Logistikzentrums der Gries Deco Company in Niedernberg in der Ausgabe am Dienstag, 14. Februar, (»Das gigantische Gerippe des Hochregallagers wächst«) wurden einige Informationen und Zahlen falsch beziehungsweise ungenau wiedergegeben.

Projektleiter Martin Kötter weist darauf hin, dass sich der Verbindungstunnel zwischen dem künftigen Kommissionsgebäude und dem Hochregallager derzeit noch im Bau befindet. 100 Millionen Euro umfasst die Investition für den ersten Bauabschnitt, 160 Millionen Euro die für den zweiten Bauabschnitt ohne Erweiterung. Die Palettenzahl 2011 betrug 61 000. Bezüglich des Zeitablaufs stellt Kötter fest: Im November 2012 ist die Inbetriebnahme nur des Hochregallagers geplant, im Februar 2013 steht die Inbetriebnahme und Hochlaufphase des Verteilerzentrums auf dem Plan. Und: Bis 2014 sollen 400 bis 500 Mitarbeiter im Bereich Logistik tätig sein.

red / Main Echo 16. Februar 2012

 

 


Das Rathaus bleibt im Dorf

Gemeinderat: Gegen drei Stimmen Umbau beschlossen - Diskussion über Antrag der Freien Wähler Niedernberg

Niedernberg Das Rathaus wird umgebaut. Gegen die Stimmen von Jürgen Klement, Edgar Seitz und Rudi Hartlaub (beide Freie Wähler) hat dies der Gemeinderat am Dienstag beschlossen. Zuvor war der Antrag der Freien Wähler (FW) erläutert und diskutiert worden, der den Beschluss zu Gunsten einer vollkommen neuen Planung aussetzen sollte.

Geschäftsleiter Franz-Peter Weiler erläuterte zunächst, dass man im Bauausschuss alle Gründe für und wider den Umbau aufgearbeitet und den Bauantrag bereits ans Landratsamt weitergeleitet habe. Folge man dem Antrag der Freien Wähler, »dann ist die Luft raus, und es dauert lange, bis die neue Planung steht«. Bürgermeister Jürgen Reinhard (CSU) brach eine Lanze für die Sanierung, da man auch bei den privaten Häuslebesitzern zum Sanieren rate.
Der Antrag der Freien Wähler, formuliert von den Vorsitzenden Peter Reinhard und Rudi Hartlaub, erinnerte daran, dass die energetische Sanierung und Erweiterung der Bürofläche zunächst weniger als 500 000 Euro hätte kosten sollen. Derzeit sei man bei geschätzten Kosten von 1,3 Millionen Euro. Ein Verhältnis der Kosten zum Nutzen sähen die Freien Wähler nicht mehr. Darüber hinaus würden bereits bekannte Probleme nicht gelöst.
Auch eine spätere Erweiterung bleibe so ausgeschlossen. Mit der Planung verschlechtere sich die Parkplatzsituation. Die Gruppierung regte an, in einem Workshop künftige Anforderungen zu diskutieren und sich auf die Suche nach einem Alternativstandort zu begeben. Erwähnt wurden Sandstein- und Hauptschule.
Mit dem Personal diskutiert
Franz-Peter Weiler informierte, dass mit dem Personal über das Thema Umbau diskutiert worden sei, da man sich der Probleme bewusst ist, die durch Handwerker im Haus bei laufendem Betrieb unweigerlich kommen werden.
Überzeugt zeigte er sich, dass die vor 32 Jahren im Anbau geschaffene Zentralregistratur noch für die kommenden 30 Jahre Platz biete, auch angesichts der Möglichkeit, auf eine digitale Speicherung zurückgreifen zu können. Zwar schlage sich in den Sommermonaten Kondenswasser an kalten Flächen nieder. Ein Modrigwerden der Akten verhindere jedoch ein Luftentfeuchter.
Die Mitarbeiterplätze verdoppelten sich nach dem Umbau auf 24, die Bürofläche steige von 180 auf 290 Quadratmeter. Ein neues Rathaus koste zwei Millionen Euro plus Abrisskosten von 200 000 Euro.
Erweiterungsflächen seien im Hof und an Stelle der ehemaligen landwirtschaftlichen Gebäude vorhanden. Zum Thema Parkplätze hob Weiler die Neuanordnung hervor, die einen Platz mehr ergab. »Parkprobleme haben wir tagsüber nicht.« Hinsichtlich eines Standortwechsels an die Hauptschule habe sich inzwischen das Schulamt zu Wort gemeldet und empfohlen, die Schule zu erhalten.
In der anschließenden Diskussion über den Antrag der Freien Wähler verteidigte Jürgen Klement (FW) diesen: »Wir haben dabei nicht an eine bewusste Verzögerung gedacht. Bei gewissen Kostensteigerungen sollten wir aber auch an Alternativen denken.«
Durch einen Workshop entstehe kein riesiger Zeitbedarf. Auch solle das Rathaus nicht zwangsläufig an anderer Stelle gebaut werden. Die Kosten, die für einen Neubau im Raum stünden, nannte er »nicht belastbar«.
Der Bürgermeister sieht die Kosten für den Umbau »noch voll in der Zahlenschiene« und glaubt nicht, dass durch weniger Schüler Klassenräume frei würden. Darüber hinaus sei die Schule 1964 gebaut worden, was in jedem Fall Sanierungskosten verursachen würde.
Rudi Hartlaub (FW) kritisierte, dass sich die Gemeindeverwaltung mit der großen Gaube über eigene Satzungen hinwegsetze. Er fragte, wie man das dem privaten Häuslebauer vermitteln solle? Die Kosten für einen Neubau habe Architekt Lochner im Mai vergangenen Jahres nicht auf zwei, sondern auf 1,56 Millionen Euro geschätzt.
Gegen Antrag der eigenen Fraktion
Zum Thema Gauben erklärte der Bürgermeister, dass man die Satzung bisher immer großzügig gehandhabt und im Einzelfall entschieden habe. Siegmar Buhler (Imun) freute sich, dass er endlich einmal alle Einzelpunkte zusammengefasst gehört habe. Volker Goebel (CSU) wunderte sich, da man die Punkte alle bereits im Bauausschuss und im Gemeinderat behandelt hatte.
Manfred Sickenberger (CSU) will »Kirche und Rathaus im Dorf lassen«. Alexander Hans (FW) gab zu, sich »seit 14 Tagen mit dem Thema herum zu quälen« , stellte die Frage nach einem Alternativstandort und stimmte gegen den Antrag seiner Fraktion und damit für den Umbau des Rathauses.
Robert Tschöpe

Main Echo 16. Februar 2012

 

 

 


Das passt doch! Sie sind gewarnt!

 

Betrüger zockten 100 000 Telefonkunden ab

Frankfurt/Main (dpa) Mindestens 100 000 Telefonkunden sind von einer Firma betrogen worden, die illegal und unbemerkt Geld über die Telefonrechnung einzog.  

Der Drahtzieher und sieben weitere Männer wurden festgenommen. 1000 Polizisten durchsuchten Wohnungen und Büros in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Gegen 14 Beschuldigte wird wegen gewerbsmäßigen und bandenmäßigen Betrugs ermittelt, wie die federführende Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Main berichtete. Die Firma soll seit Mitte 2011 mehr als 1,6 Millionen Euro erbeutet haben.

Acht führende Köpfe der Bande wurden festgenommen, darunter der Erfinder der Betrugsmethode, ein 31 Jahre alter Frankfurter, seine «rechte Hand» und der Geschäftsführer einer der beteiligten Firmen. Sie sollen am Dienstag und Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt werden. Die meisten der 64 Durchsuchungen fanden im Rhein-Main-Gebiet statt. Dabei fiel den Beamten umfangreiches «Beweismaterial» in die Hände.

Die Bande machte sich einen neuen Passus im Telekommunikationsgesetz zunutze, die es Netzbetreibern ermöglicht, sogenannte «Mehrwertdienstleistungen» über die Telefonrechnung einzuziehen. Der Betrügerring habe offensichtlich erkannt, «dass diese Art der Abrechnung die Möglichkeit bietet, leichter als über einen Lastschrifteneinzug vermeintliche Forderungen einzuziehen, da diese Art des Inkasso in der Bevölkerung weitgehend unbekannt ist», erklärte Oberstaatsanwalt Thomas Bechtel. Viele Telefonkunden sähen sich ihre Telefonrechnung gar nicht an.

Die Betrüger riefen gezielt ältere Menschen an und köderten sie mit Kosmetik- oder Benzingutscheinen. Dann wurde ihnen ein Gewinnspiel aufgeschwatzt, dessen Beiträge mit der Telefonrechnung eingezogen werden sollten. Das Einverständnis und den für den Einzug nötigen Berechtigungscode erschwindelten sich die Call Center-Mitarbeiter, indem sie vorgeschobene Fragen stellten, auf die die Kunden nur mit «Ja» antworten konnten.

 

Main Echo 07. Februar 2012


Honisch feiert Carneval!

Zum traditionellen „Honischer Kinderfasching lädt die CSU Niedernberg am 12. Februar alle Kinder aus nah und fern in die Hans – Herrmann – Halle ein. Die kleinen und großen Faschingsfreunde erwartet bei familienfreundlichen Eintrittspreisen ein buntes Programm mit Spielen, Karaoke und tollen Preisen. Um  14.11 Uhr begrüßen wir eine große Abordnung des NCV Niedernberg mit dem Kinderprinzenpaar  Veronika I und David I  und den Garden im Gefolge. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Für Omas und Opas haben wir wieder die Caféecke geöffnet.  Der Einlass ist ab 13.30 Uhr besetzt.

 

Info unter:  www.csu-niedernberg.de

 

 

Bitte unter Terminen und  heute:

 

Sonntag 12.Februar 14.00 Uhr „Honischer Kinderfasching“  der CSU in der Hans – Herrmann – Halle Niedernberg.   

      


Schau mal, wer da klingelt!“

Rasant schnell nimmt die Anzahl der die Hautürdelikte  zu, bei denen gutgläubige Bürgerinnen und Bürger um ihr sauer Gespartes gebracht werden. Als Enkel, Verwandter und Freund wollen die Betrüger Einlass und rauben dann Bargeld und Wertgegenstände aus den Haushalten. Meist sind die Opfer ältere Menschen oder Senioren, die der Überredungskunst der Betrüger nicht gewachsen sind. Deshalb veranstaltet der CSU Ortsverband Niedernberg am 29. Januar ab 14.30 im Restaurant „Zur Mainaussicht“ sein diesjähriges CSU – Café unter dem Titel „Tipps, wie Sie sich vor Betrügern schützen können!“ Als Referent konnte mit Herrn KHK Wolfgang Pfarr ein kompetenter Berater der Polizei gewonnen werden, der neben allgemeinen Informationen gerne auch individuelle Ratschläge geben wird. Bei Kaffee und Kuchen wird auch Bgm Jürgen Reinhard zur Diskussion aktueller kommunalpolitischer Themen zur Verfügung stehen.

Informationen auch unter: www.csu-niedernberg.de und www.juergen-reinhard.de


Prima Sonntag 19. 01. 2012


»Der Politik fehlt die Weitsicht«

Neujahrsempfang: Gastredner Professor Heinrich Oberreuter fordert vor CSU-Mitgliedern nachhaltigere Entscheidungen

Niedernberg Ein Rahmen, der die Begegnung und den Gedankenaustausch zwischen Vertretern von Gesellschaft und Politik fördert, sollte der

Neujahrsempfang des CSU-Kreisverbandes am Sonntagmorgen in der Hans-Hermann-Halle in Niedernberg sein

Mit Heinrich Oberreuter, Professor für Politikwissenschaft an der Universität Passau, hatte der Kreisverband einen Referenten eingeladen, der das Verhältnis zwischen Gesellschaft und Politik kritisch erläuterte und auf notwendige Entwicklungen hinwies.
»Konsens und Konflikt gehören zum gesellschaftlichen und politischen Alltag in Demokratien. Bei uns ist der Konsens über das Leben in der Gesellschaft zum Glück noch sehr groß«, begann Oberreuter seinen Vortrag. Dieser stand unter dem Thema Austausch zwischen Politik und Gesellschaft. Ob der Konsens Bestand hat, hänge sowohl von der zunehmend individualisierten Gesellschaft als auch der Voraussicht der politischen Akteure ab. Es fehle jedoch in der Politik die Weitsicht, Themen unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit zu behandeln. »Grundlegende Entscheidungen dürfen nicht zum Opfer kurzfristiger Erfolge für die kommende Wahlperiode werden, sondern müssen der Verantwortung für künftige Generationen gerecht werden«, warnte Oberreuter.
Bayerische Gesellschaft im Wandel
Konkret bezog sich der Politikwissenschaftler auf den sich vollziehenden Wandel der Gesellschaftsstrukturen in Bayern: »Zwischen 2000 und 2010 sind 3,4 Millionen Menschen aus anderen Bundesländern und 1,1 Millionen aus anderen Kulturkreisen nach Bayern gezogen. Das bedeutet eine kulturelle Nivellierung der bayerischen Identität auf Bundesebene.« Gerade bei Themen wie Ehe, Familie, Kirchgang, aber auch Wirtschaftsstrukturen habe sich der Freistaat den Trends in Deutschland angepasst. »Konzentriert sich die CSU auf das Bild der Traditionalisten, verfehlt sie die Wirklichkeit und somit auch die potenzielle Wählerschaft«, sagte Oberreuter. Die bayerische Identität, auf die sich die Regierungspartei so gerne beziehe, sei flüchtig, was auch einer der Gründe für die sich ändernden Wahlergebnisse sei.
Die ersten bayerischen Ministerpräsidenten hätten die Impulse gesetzt, um den Freistaat zu modernisieren. Die Rekrutierung von Politikern aus bestimmten sozialen Milieus könne Fluch und Segen zugleich sein. »Früher haben die Unionsparteien viele Nachwuchskräfte etwa aus der Kolpingsfamilie für sich gewinnen können. Heute kommen immer weniger Menschen aus solchen Milieus - und sie verteilen sich auf alle Parteien«, fasste Oberreuter zusammen. Diesem Prozess unterlägen die Unionsparteien wie auch die SPD.
Mit dem Volk entscheiden
Wahlergebnisse, die oberhalb der 50-Prozent-Marke lägen, seien deshalb illusorisch, 40 Prozent dagegen respektabel. Bei der Entwicklung sei es wichtig, einen Mittelweg zu finden, der zum parlamentarischen System passe, aber auch die individualisierte Gesellschaft mit einbeziehe. »Menschen äußern in Umfragen den Wunsch nach mehr Einbeziehung. 75 Prozent geben aber an, dass man wichtige Themen von Politikexperten lösen lassen und nicht in vereinfachter Darstellung dem Plebs überlassen soll«, so der Politikwissenschaftler. Folglich müsse ein System entwickelt werden, in dem die Volksvertreter mit dem Volk zusammen entscheiden können.
Die CSU müsse ihre Eigenheit erhalten, um zu bestehen, diese jedoch rational begründen können. »Niemand glaubt einem, wenn man über Nacht seine Meinung zu einem Thema wie der Energiewende ohne vorangegangene Diskussion komplett ändert«, erklärte Oberreuter.
Einen Seitenhieb auf den Ministerpräsidenten konnte sich der Direktor des Instituts für Journalistenausbildung nicht verkneifen: »Wir haben zum Glück noch eine funktionierende Administration, die einschreitet, wenn die Politik irgendeinen nicht nachvollziehbaren Unsinn treibt. Das ist gerade dann von Vorteil, wenn man einen Ministerpräsidenten hat, der sich damit brüstet, dass er keine Akten liest«.
In Bezug auf die Debatte um Bundespräsident Christian Wulff sagte Oberreuter, der Anspruch an Politiker müsse gerade in moralischen Fragen fair sein: »Wenn das Volk einen moralisch überhöhten Vertreter mit gläsernen und leeren Taschen will, wird es wohl gen Himmel ziehen und den Job Jesus persönlich anbieten müssen«. Demokratie müsse mehr sein, als ein bloßer Zusammenschluss von Individuen in einer wohlhabenden Gesellschaft.
Stresstest bestanden
Der CSU-Landtagsabgeordnete und Kreisvorsitzende Berthold Rüth präsentierte die Ergebnisse eines Stresstests, dem er die Politik der Landesregierung unterzogen hatte. »Misst man die Arbeit der CSU, so kommt man fast überall zu dem Ergebnis: bestanden«, sagte Rüth. Die jüngsten Umfragen zeigten, dass die Menschen im Freistaat die Politik der CSU honorieren.
Ali Kale

 

Hintergrund: Ergebnisse des CSU-Stresstests

In Anspielung auf das Wort des Jahres 2011, »Stresstest«, hat Berthold Rüth die Politik der CSU auf verschiedenen Bereichen getestet und den Besuchern des Neujahrsempfanges seine Ergebnisse präsentiert:
Wirtschaftspolitik: Deutschland liege mit einem Wachstum von drei Prozent deutlich über dem europäischen Durchschnitt, für den ein Wachstum von 1,4 Prozent erwartet wird. Auf europäischer Ebene habe Deutschland mit Intervention der Kanzlerin das Überleben des Euros an Konditionen gebunden.
Arbeitsmarktpolitik: Mit einer Arbeitslosenquote von 3,4 Prozent stehe Bayern so gut da wie zuletzt vor über 20 Jahren. Gerade bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen entspreche die Quote von 2,4 Prozent fast einer Vollbeschäftigung.
Haushaltspolitik: Während viele europäische Staaten und die meisten anderen deutschen Länder hoch verschuldet sind, hat der Freistaat den siebten Haushalt in Folge ohne Neuverschuldung aufgestellt.
Bildungspolitik: »Bayern und Baden-Württemberg präsentieren sich in den bundesweiten Bildungsvergleichen als Seriensieger - das Zitat stammt von einer CSU-kritischen Zeitschrift und sollte all jenen vorgehalten werde, die permanent mit überzogener Kritik unser hervorragendes Bildungssystem madig machen«, so Rüth. Sein Stresstest habe ergeben, dass die Regierungspolitik der CSU auf fast allen Feldern bestanden habe. (ali)

 Main Echo 17.01.2012

 

 

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